25.03.2010 Bericht von Thorsten Dresing
Tascam DR-2d: Überzeugender Klang!
Am 24.03. haben wir den ersten Tascam DR-2d zugesendet bekommen und gleich getestet. Wir sind positiv überrascht, er hat bei uns einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen. Den Nachfolger des DR-1 füllt mit einem Straßenpreis von rund 299 Euro die preisliche Lücke zwischen dem DR-07/08 und dem DR-100. Was uns an diesem Gerät besonders gefallen hat, können Sie im folgenden Testbericht nachlesen und -hören!
Zusatz 2.9.2010: Endlich hat Tascam mit einem Firmwareupdate die Batterielaufzeit auf 8 Stunden erhöht: http://www.audiotranskription.de/DR-2d-Update101
Haptik und Verarbeitung
Das DR-2d wirkt deutlich hochwertiger verarbeitet als sein Vorgängermodell. Das kompakte Gehäuse hat neben den angenehmen Bedientasten das bekannte Tascam-typischen Bedienrad. Die Ober- und Unterseite besitzt eine metallartige Oberfläche und fühlt sich dadurch wirklich gut an. Das Gerät ist angenehm klein und liegt schwer und satt in der Hand. Die Mikrofonkapseln sind nun im Gehäuse integriert, das schützt etwas vor Windgeräuschen.
Kleiner Wehmutstropfen: Statt per Drehrad werden Ein- und Ausgangspegel anhand von Drucktasten geregelt. Das birgt die Gefahr, Klickgeräusche auf die Aufnahme zu bekommen (im Menü lässt sich aber neben einem Prerecord auch ein Delay einstellen, dass dieses Problem behebt).
Nach dem Einlegen der 2AA-Batterien (Laufzeit rund 6 Stunden) startet der Tascam DR-2d innerhalb kurzer Zeit (<2Sekunden). Die Bedienung der Tasten und des Menüs sind einfach und entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Modellen. Wer Tascam kennt, fühlt sich hier heimisch. Alle anderen finden sich schnell und intuitiv zurecht.

Der Tascam DR-2d
(Nachfolger des DR-1) ![]()
Überzeugend: der Klang
Die ersten Probeaufnahmen haben wir direkt im Büro und im Hof gemacht. Für den ersten Vergleich musste der Tascam gegen das Sony PCM M10 antreten. Nicht nur in der Größe und Bauart, sondern auch vom Preis sind beide nahezu identisch. Achten Sie beim Hören auf folgende Punkte:
- Autos im Hintergrund. Wie klar lassen sich einzelne Fahrzeuge unterscheiden?
- Schritte. Wie gut lässt sich die Laufrichtung erkennen?
- Presslufthammer. Wie detailiert hören Sie das Hämmern auf Stein?
Wir finden, dass in unserer Testaufnahme die Stärken des DR-2d deutlich nachvollziehbar sind. Der Tascam DR-2d hat uns mit seinem Klang in den Bann gezogen. Die Aufnahmen hören sich klar und detailgetreu an. Selbst im Vergleich mit dem LS-11 haben wir das Tascam auf Augenhöhe empfunden. Eine gute Stereocharakteristik ermöglicht zudem eine natürliche Raumvorstellung.
Probeaufnahmen:
Tascam DR-2 (download)
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Zum Vergleich Sony PCM-M10 (download)
Features
Wie üblich wird auch beim Tascam DR-2d eine variable Geschwindigkeit ohne Tonhöhenänderung, ein Metronom und digitale Effekte sowie ein Feature zum Overdub für Sound-on-Sound Recording vorhanden sein. Die Aufnahme ist nun auch Mono möglich, egal in welchem Dateiformat. Ein externes Mikrofon kann via Miniklinke jederzeit angeschlossen werden.
Neben einem Limiter setzt Tascam beim DR-2d auf "Dual Recording". Während der Aufnahme mit dem Tascams DR-2d wird auf Wunsch parallel eine zweite, gedämpftere Spur aufgenommen. Eine saubere Lösung, allerdings nicht sinnvoll, wenn die Aufnahmen ohne weitere Bearbeitung genutzt werden sollen.
Schön ist auch, dass Tascam dem Rekorder wieder eine drahtlose Fernbedienung spendiert hat, die nahezu alle wesentlichen Bedienungsschritte aus der Ferne steuerbar machen. Selbst in MP3 Dateien lassen sich Indexpunkte setzen (siehe Abbildung der Fernbedienung).
Enthalten im Lieferumfang ist der Rekorder, USB-Kabel, Batterien und die Infrarot- Fernbedienung. Hier finden sie das offizielle Benutzerhandbuch des Tascam DR-2d.
Hinweise für Blinde und Sehbehinderte
Der Tascam DR-2d bietet einige Einstellmöglichkeiten mittels mechanischer Schalter und Knöpfe. Unterhalb des Displays befinden sich die Bedienelemente "Stop, Play und Aufnahme", die unterschiedlich geformt sind. Auf der linken Geräte-Oberseite, links neben dem "Menürad", sind 6 Schalter angeordnet: Dual-Funktion und Menü, plus minus (vor und zurück), speed control und Loop-Wiedergabe. An den Seiten lässt sich die Lautstärke bzw. die Aussteuerung regeln. Alle anderen Einstellung müssen über das Menü vorgenommen werden. Hier gibt es leider durch die Bedienung per Menürad keine eindeutigen Orientierungspunkte, die ein Abzählen der Menüpunkte ermöglichen.
Fazit
Der neue Tascam DR-2d gefällt uns sehr gut. Für den angemessenen Preis von rund 300 Euro erhält der Käufer einen wertigen und gut verarbeiteten Rekorder. Vorallem die Aufnahmequalität überzeugt uns, hier positioniert sich das Gerät mindestens auf Augenhöhe mit den bisherigen Testsiegern unserer Vergleichstest. Im nächsten großen Testvergleich werden wir genauer untersuchen, ob das DR-2d Chancen auf den nächsten Testsieg hat. Bedauerlich ist lediglich die im Vergleich mit 3 Stunden nicht ganz so gut geratene Batterielaufzeit. Wer aber damit umgehen kann, hat mit dem Der Tascam läuft nach dem Firmwareupdate gut 8 Stunden mit einem Batteriesatz. Damit ist er für einen Arbeitstag bestens gerüstet und momentan eines der besten verfügbaren Aufnahmegeräte auf dem Markt.
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Und zu guter Letzt:
Wir verdienen unseren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Rekordern. Unser Ziel ist es, die Produkte so transparent wie möglich darzustellen und damit eine fundierte Information jenseits von Werbeversprechen und rein technischen Informationen zu bieten. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Rekorder-Einkauf in unserem Onlineshop.
Auflistung der Tascam DR-2d Features
Linear-PCM-Recorder
• Tragbarer Recorder im Taschenformat, der eine SD- oder SDHC-Karte als Aufnahmemedium nutzt
• Ideal für Musikmitschnitte, für die elektronische Berichterstattung oder die Vertonung von Podcasts
• Wählbares Aufnahme- Wiedergabeformat: WAV (Linear-PCM, 16/24 Bit, 44,1/48/96 kHz), MP3 (komprimiert, 32–320 kbit/s)
• Hochwertiges Stereo-Kondensatormikrofon (verbesserter Fremdspannungsabstand im Vergleich zu DR-1)
• Einzigartige Zweifachaufnahme-Funktion:
1. Erstellen Sie mithilfe der eingebauten oder anderen Mikrofonen zur gleichen Zeit zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Pegeleinstellungen (zwei Dateien werden erzeugt).
2. Erstellen Sie eine Mischung aus dem Mikrofon- und dem Linesignal (eine Datei wird erzeugt)
3. Erstellen Sie getrennte Aufnahmen über die Mikrofone und den Lineeingang zur gleichen Zeit (zwei Dateien werden erzeugt)
• Schaltbares Trittschallfilter (40/80/120 Hz) & schaltbare automatische Pegelkontrolle und Limiter
• Halleffekt kann auf das Eingangs- oder Wiedergabesignal angewendet werden (6 Voreinstellungen)
• Overdub-Funktion ermöglicht es, Sprache, Gesang oder Instrumente einer vorhandenen Aufnahme hinzuzufügen
• Auto-Aufnahme (die Aufnahme startet und stoppt, wenn das Eingangssignal einen bestimmten Schwellenpegel passiert)
• Speicher für vorgezogene Aufnahme (2 Sekunden)
• Verzögerte Aufnahme verhindert, dass der Recorder Tastengeräusche aufzeichnet
• Während der Aufnahme eine neue Audiodatei erstellen (manuell oder bei einer bestimmten Dateigröße)
• Marken nutzen, um bestimmte Positionen im Material leicht ansteuern zu können
• Eingebauter Mono-Lautsprecher
• Stereoeingang für ein externes Mikrofon (Mini-Klinkenbuchse)
• Stereo-Lineeingang für andere Aufnahmequellen (Mini-Klinkenbuchse)
• Stereo-Kopfhörer-/Lineausgang (Mini-Klinkenbuchse)
• Wiedergabefunktionen einschließlich: Loop-Wiedergabe, wiederholte Wiedergabe und Einzeltitelwiedergabe
- Wiedergabe eines gewählten Verzeichnisses oder einer Playliste - Anzeige von ID3-Informationen für MP3-Dateien (bis Version 2.4)
o Stimmen-/Instrumentenunterdrückung mit wählbarem Bereich und wählbarer Panoramaposition
o Pitch-Control (50 % bis 200 %) - VSA-Funktion (Geschwindigkeit ändern, ohne die Tonlage zu beeinflussen)
o Tonlage ändern (Wiedergabesignal um 1–6 Halbtöne nach oben oder unten verschieben) - Metronom
• Audiodateien teilen (etwa um unerwünschte Geräusche abzuschneiden)
• Dateinamen entsprechend dem Datum oder benutzerdefiniert (6 Zeichen)
• Grafisches Display (128 x 64 Pixel) mit Beleuchtung
• USB-2.0-Anschluss für Dateiaustausch mit einem Computer (USB-Kabel wird mitgeliefert)
• Stativadapter auf der Unterseite, Transporttasche und Infrarot-Fernbedienung im Lieferumfang enthalten
• Betrieb mittels zweier Alkaline-Batterien oder NiMH-Akkus (Größe AA, bis zu 6 Stunden Betriebszeit)
• Als Zubehör erhältlich: Wechselstromadapter PS-P520, Windschutz WS-DR2



Toll, das so schnell schon ein Test von Euch kommt.
Wenn Ihr noch mehr Audiobeispiele im Vergleich zu den direkten Konkurrenten Dr-100 und Olympus LS-11 machen könntet, würde das die Kaufentscheidung noch einfacher machen.
Ansonsten, Vielen Dank für diese tolle informative Seite.
Vielen Dank für diesen Test...hätte mir schon längst den Tascam DR-1 gekauft, wenn da nicht der eingebaute Akku wäre mit der langen Ladezeit, für meine Ansprüche nicht zu gebrauchen, um so besser, dass nun das verbesserte Nachfolgemodell DR-2 mit der Nutzung von 2AA-Zellen (ehemals Mignon) verfügbar ist. Manchmal wird Unentschlossenheit doch belohnt, hier mit dem TASCAM DR-2. Würde mich auch über ein Test des Roland R-05 freuen, soll nach Internetinfos viel Technik des Edirol R-09 (by Roland) übernommen haben.
Interessant wäre auch die Qualität des mic in und wieviel Speisespannung das Gerät an externe micros ausgibt
ich habe vor mir entweder ein Tascam dr 2d oder ein Sony PCM M10 zuzulegen, bin aber noch nicht schlüssig welches besser für mich geeignet ist.
Das Tascam hat mehr Funktionen die für mich sinnvoll sind, wie 2 Signale aufnehmen, usw
..letztlich entscheidet allerdings der Klang - als ich beide Kurz ausprobiert habe fand ich das Sony besser (war allerdings nur Atmo in nicht optimaler Testumgebung).
Nach den Testaufnahmen hier fand ich das sony jedoch zu bassig und zu höhenarm
ihr wart der Meinung das Sony sei eher für Sprache geeignet - für mich ist aber auch wichtig einzelne Instrumente wie eine Geige aufnehmen zu können..jetzt bin ich etwas unschlüssig.
vielleicht noch irgendwelche Tipps?
Hallo,
in unserem aktuellen zweiten großen Vergleichstest haben wir 16 verschiedenen Rekorder für Atmo Aufnahmen genutzt. Im Blindhörtest lag das DR-2d bei uns allen auf Platz 1 wie sich nachher rausstellte. Den Test mit Hörbeispielen und unseren Erläuterungen gibt es so gegen Ende April. Wenn da nur nicht die recht schwache Batterielaufzeit wäre, wäre der DR-2d ein lupenreines Gerät. Da hilft nur, wirklich sehr leistungsstarke Akkus zu nutzen. Klanglich aber deutlich besser als das Sony, zumindest für Atmo.
In Ermangelung an bisherigen Testberichten, habe ich mir das Tascam schicken lassen.
Es ist inzwischen schon wieder unterwegs nach Marburg!
Der Stromverbrauch ist so was von hoch, daß man zuschauen kann wie sich die Striche der Batterieanzeige nacheinander verabschieden.
Mehr als 2 Stunden Laufzeit mit guten Alkalines
waren bei mir nie drin!!!.(Ehrlich)
Klanglich überzeugt er sicherlich in den Höhen und Mitten (Atmos),der Bassbereich ist dagegen sehr dünn. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen,daß er beim nächsten Vergleichstest Gesamtsieger wird.
Ich bin gespannt!
Hallo Peter,
also zunächst einmal kann ich bestätigen, das die Batterielaufzeit sehr kurz ist, nicht die angegeben 6 Stunden, aber mehr als 2 waren es bei uns schon. ich werde heute mit Tascam telefonieren und das abklären.
Und einen Gesamtsieger wird es in Zukunft nicht geben, sondern eher so etwas wie einen "Bereichssieger" - es gibt ja so viele unterschiedliche Einsatzgebiete die spezielle Bedingungen bieten. Der erste Test ist ja Atmo, und dann folgende eine Menge weitere, siehe hier: http://www.audiotranskription.de/testreihe-aufnahmequalit%C3%A4t
Zusatz:
Nach der Rückmeldung von Tascam sind wir etwas schlauer: Solange die Funktion "Dual-Record" eingeschaltet ist, wird auch doppelt so viel Strom verbraucht. Auch MP3 320kBit verbraucht mehr, als reines WAV. Damit halbiert sich insgesamt die Aufnahmedauer mit einem Satz Batterien. Ohne die Funktion sind 5 Stunden mit normalen Batterien und rund 1-2 Stunden mehr mit Hochleistungsbatterien möglich.
Meine Versuche wurden alle mit frischen Varta Alkaline Industrial durchgeführt (3 Sätze).
Dual-Record war ausgeschaltet, eingestellt war reines WAV.
Trotzdem waren es nie länger als 2 Std. Aufnahmezeit am Stück.Wenn wie Tascam sagt MP3 noch mehr Strom benötigt weiß ich nicht, was dann noch übrig bliebe.
Ich weiß, daß Teac Tascam ansonsten sehr gute Produkte bauen kann,aber dieser Stromfresser passt meiner Meinung nach nicht mehr so richtig in unsere Zeit!
Neuester Stand: Wir haben mit 2 neuen DuraCell Batterien, MP3 320kBit ohne DualRecording exakt 3,5 Stunden kontinuierliche Aufnahme hinbekommen. Ich habe daraufhin mit Tascam telefoniert. Die nehmen den Hinweis sehr ernst und wir werden Rückmeldung dazu bekommen. Ich vermute, dass hier noch etwas verbessert werden kann. Wir halten alle auf dem Laufenden.
@ audiofreak: Ich habe mich nach sorgfältigen Tests für den Sony M 10 entschieden.
Der LS 11 hat bei einem Konzert mit 16 Celli grausame bassrumpeltige Ergebnisse geliefert, obwohl bei anderen Aufnahmen Geigen sehr gut klingen. Der DR-100 war gut, hat aber nach einiger Zeit die Zusammenarbeit mit einem meiner Laptops verweigert.
Mit dem Sony M10 habe ich seitdem einige Streichquartett-Aufnahmen gemacht und bin zufrieden. Die Aufnahmen im Wohnzimmer klingen wesentlich trockener (was für die Probenarbeit OK ist) als beim LS11, aber im Konzertsaal gut.
Neuigkeiten zur Batterielaufzeit:
Die Herstellerangaben beziehen sich auf SANYO Eneloop Akkus mit 2700mAh.
Stiftung Warentest empfiehlt Energizer Ultimate Lithium (www.test.de Schlagwort Batterien)
Wir setzen Frage auf jeden Fall noch einmal auf unsere Aufgabenlisten für einen nächsten Vergleichstest.
Trotz der SANYO Eneloop Akkus mit 2700mAh bei auto. aufnahme "Low Battery" teilwiese schon nach 15 min. Gerät wieder auf dem Rückweg. Ich tippe auf Firmware- fehler in der Energie-berechnung.
Neuester Infostand:
Wir haben 25 Batterietypen getestet. Nur mit Akkus erreicht man bis zu 6 Stunden (Varta Power 2700mAH erreicht 6 Std. wenn voll geladen). Tascam selbst hat den Fehler erkannt, das Gerät meldet nämlich "Batterie Low" obwohl die Batterie noch 97% Leistung hat. Der Fehler wird mit der nächsten Firmware behoben, dann dürfte sicher deutlich mehr Zeitdauer drin sein.
Wenn das Batterieproblem behoben ist, ist der DR-2d eine gute Empfehlung. Es tut mir selbst ein bißchen leid für Tascam, dass sie sich damit im Moment ein Eigentor geschossen haben. Ab 6-8 Stunden echt erreichbarer Batterieleistung gibt es hier ein klares "Kaufen" als Empfehlung.
Sehr schöne Review, ich habe meinen Kauf im April auch nicht bereut.
Allerdings kann ich die Beanstandung über einen fehlenden Limiter nicht ganz nachvollziehen, denn der DR-2d besitzt eine Limiter-Funktion, die im Menü unter Input Setting/Level Ctrl/LMT findet.
Hi Norman,
Danke für den Hinweis. Die Formulierung ist falsch, es muss heißen: "Neben einem Limiter...."
Wie ist denn der neuste Stand im Batterielaufzeit-Krimi?
Nächste Woche haben wir das nächste Gespräch mit Tascam und werden dann über den neuesten Stand berichten.
Hat sich wegen des exorbitanten Stromverbrauchs noch was ergeben? Eigentlich schade - mir haben die Aufnahmen davon am besten gefallen; da die FB schon dabei ist, ist es auch gar nicht so teuer...
Ok, ich habe jetzt einen DR2d. Da ich oft ein Akkupack mit geregeltem 5V Augang dabei habe - und diesen durch Fahrradfahren wieder aufladen kann :) - ist der Verbrauch für mich zum Glück nicht ganz so kritisch. Ich habe mal damit und auch mal mit Alkalines nachgemessen (NiMH hatte ich gerade keine vollen da):
Nach dem Booten im Hauptbildschirm, Beleuchtung aus: 5,03V*151mA=760mW bzw. 3,06V*275mA=842mW. Das ist der Grundverbrauch.
Beleuchtung an: 7% mehr. Ausschalten lohnt sich also nicht so wirklich.
Bei Aufnahmebereitschaft steigt die Stromaufnahme und fängt an etwas zu schwanken. Bei Aufnahme ist es noch etwas mehr und schwankt auch mehr, vermutlich durch das Abspeichern. Den Mittelwert muß ich schätzen: 24b/48kHz WAV um 7% mehr, dual um die 14% mehr. MP3 320kbps ungefähr 17% mehr, dual ungefähr 35% mehr als der Grundverbrauch.
Das dual das doppelte braucht ist also nur für den Mehrverbrauch durchs Aufnehmen an sich korrekt. MP3 ist tatsächlich deutlich teurer als WAV, insgesamt ist das Aufnehmen jedoch nicht das Problem.
Das Hauptproblem des Tascam ist vielmehr der hohe Grundverbrauch, alles andere sind dagegen Peanuts... Auf jeden Fall sollte man das Gerät ausschalten wenn man nicht gerade aufnimmt.
Hallo Martin,
danke für die ausführliche Darstellung. Ich habs mal an Tascam weitergegeben.
Viele Grüße
Thorsten
Hallo Hr Dresing,
erstmal grosses Lob fuer die ziemlich selten zu findende "Dialog" Seite Ihrer
Webpraesenz.Ausgezeichnet !
Ich bin in der Warteschleife fuer den Kauf des DR 2d. Der Kaufimpuls wurde aus folgenden Gruenden noch nicht ausgeloest:
Tascam nimmt das Problem nicht so wirklich ernst, wenn Sie bereits im Mai
im Dialog waren, aber bis jetzt noch nicht einmal eine Ankuendigung fuer eine evtl neue Firmware bekanntgeben koennen.
Offensichtlich gibt es eine Serienstreuung, wenn Sie in eigenen Tests auf mehr als zwei Stunden kommen und andere Kaeufer Ihre Zeiten nicht erreichen. Frage, was fuer ein Geraet, erhalte ich, wenn ich morgen bei Ihnen bestelle? Eines mit denen ich Ihre Tests (Zeiten) nachbilden kann oder
evtl doch eines, welches nicht auf 3 Std
kommt?
Solange Tascam hier nicht mit einer
serioesen Erklaerung/Ankuendigung rueberkommt, wird mein Orderimpuls wohl
noch unterdrueckt bleiben, zumal fuer mich persoenlich 100 Euro mehr (DR 100)
keine Loesung eines Herstellerproblems darstellt.
Hallo Joe,
danke für die Rückmeldung. Der Unterschied resultiert unserer Erfahrung nach oft aus den unterschiedlichen Batterietypen. daher haben wir in der Folge dieses Phänomens ja einen akuuvergleichstest gemacht mit VERSCHIEDENENE DR-2d, da gab es so gut wie keine Streuung. Dennoch bleibt es bei deutlich weniger als 5 Stunden Laufzeit.
Viele Grüße
Thorsten
Tascam hat heute 31.8. ein Firmwareupdate zur Verfügung gestellt. Wir testen es gerade und werden bis morgen berichten!
Endlich: 8 Stunden Laufzeit mit einem Batteriesatz sind möglich - well done Tascam!
http://www.audiotranskription.de/DR-2d-Update101
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