25.01.2009 Bericht von Thorsten Dresing
Vergleichstest Olympus LS 10 und Zoom H2
Die digitalen Rekorder Olympus LS-10 und Zoom H2 erfreuen sich großer Beliebtheit. Ob für Musik-, Natur- oder Sprachaufnahmen, für Einzel- und Gruppeninterviews oder Notizen. Dennoch unterscheiden sie sich erheblich im Preis, Bedienbarkeit und der Aufnahmequalität. Welches Gerät ist nun das „bessere" für Sie? Eher der günstige H2 oder doch der etwas hochwertigere aber auch doppelt so teure LS-10? Wir haben die beiden Rekorder parallel in unterschiedlichen Aufnahmesituationen getestet und geben Ihnen die Möglichkeit, Ihr eigenes Urteil zu bilden. Für einen direkten Höreindruck haben wir für Sie direkte Vergleichsaufnahmen in verschiedenen Settings erstellt.
Zoom H2 und Olympus LS-10
Wichtig sind zwei Fragen: Welches Einsatzgebiet möchten Sie nutzen? Und: Welche Eigenschaften sind Ihnen wichtig?
Grundsätzlich hängt die Aufnahmequalität von mehreren Faktoren ab:
1. Das Setting (die Umgebung) in der Sie aufnehmen.
2. Interne Mikrofoneinstellungen und Gerätekonfigurationen.
3. Externe- oder interne Mikrofone und wenn extern: welche Qualität?
4. Ganz wichtig: das Hörempfinden des Zuhörers. Mögen Sie mehr Höhen oder Bass?
Probeaufnahmen
Sprachaufnahme: ein Sprecher
Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Interviewsituation: zwei Sprecher mit Hintergrundgeräuschen in einem Büro
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Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Auf einer Autobahnbrücke: können Sie die verschiedenen Fahrspuren trennen?
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Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Zug in der Ferne: Wie viele Grillen hören Sie?
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Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Flusswehr, Fahrräder, Autos
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Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Musik, Chor
(mit bestem Dank an das Capella Moguntina Ensemble )
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Zoom H2 (download)
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LS-10 (download)
Besonderheiten der Geräte im direkten Vergleich:
Olympus LS 10
Hochwertig verarbeitetes Gehäuse, klare Struktur der Tasten, interner Speicher. Gute Qualität mit externem Mikrofon gut, lange Batterielaufzeit (8-9 Stunden). Die Voreinstellungen für die internen Mikrofone (Zoom-Mic) weisen ein konstantes und natürliches Mikrofonverhalten auf. Lediglich die Einstellungen „Wide" und „Standard" zeigen - auch bei Line-In-Aufnahmen - eine gewisse Eigendynamik: Das Gerät pegelt bei Übersteuerung selbstständig herunter. Die nachfolgenden 20 Sekunden werden ungewöhnlich leise aufgenommen. Im „Wide"-Modus ändert sich der Raumklang selbständig, je nach Geräuschkulisse.
Zoom H2
Gehäuse aus Plastik, Tastendruck undeutlich, externes Mikrofon nur mit starkem Rauschen, interne Mikrofone sehr gut, schlechte Batterielaufzeit von 2- 4 Stunden. Die vom H2 erstellten mp3-Dateien werden bei Nachbearbeitung am Rechner (Normalisierung und Hinzufügen von Effekten) verzerrt und rauschen. Der eingebaute Encoder scheint minderer Qualität. Ohne Nachbearbeitung sind die Dateien jedoch nach wie vor in der Spitzenklasse anzusiedeln, vorallem für Sprachaufzeichnung. Für die Nachbearbeitung empfiehlt sich die Aufnahme im WAV-Format.
Mikrofoneinstellungen - Empfehlungen:
- 90 Grad Front: für Sprachaufnahmen
- 120 Grad Rear: klingt eher dumpf und unnatürlich
- 2 Ch: bestens geeignet für Musik- und Naturaufnahmen im Stereoklang
Fazit
Beide Rekorder sind hochwertig in ihrer Aufnahme und bieten zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten um diese noch zu verfeinern. Der Preisunterschied von rund 200 Euro lässt sich beim genaueren Testen der Geräte nachvollziehen - achten Sie auf die Grillen in der Probeaufnahme. Verarbeitung, Bedienbarkeit und interner Encoder sind beim Olympus wesentlich besser. Der Zoom H2 bietet in seiner Preisklasse aber eine sehr gute Aufnahmequalität.
Und zu guter Letzt:
Wir verdienen unseren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Rekorder. Unser Ziel ist jedoch, die Produkte so transparent wie möglich darzustellen und damit eine fundierte Information jenseits von Werbeversprechen und rein technischen Informationen zu bieten. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Rekorder-Einkauf in unserem Onlineshop.


Danke für den Vergleichstest. Ich denke der LS-10 hat insgesamt einige Klangvorteile, wenn das Rauschen doch ein wenig höher erscheint.
Sicher reichen beide Geräte für Radio, Podcast und andere Medien voll und ganz.
Beim LS-10 stören mich das starke Rauschen und die vergleichsweise schlechte Stereoabbildung.
Das Zoom klingt zwar dumpfer, ich finde es aber bezüglich Preis-Leistung insgesamt besser.
Außerdem kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass der Tastendruck des Gerätes nach ein paar Stunden der Benutzung absolut natürlich erscheint - man hat sich also recht schnell an den "weichen" Druckpunkt gewöhnt.
Danke für den Test.
Die "harten" Fakten - doppelt so hoher Preis und bessere Verarbeitung bei LS 10, ansonsten vergleichsweise geringe Unterschiede - sprechen bei preisbewussten Käufern doch deutlich für das H2.
Danke für diesen höchst informativen Test! Ich bin eigentlich exzessiver Tonbandfan und daher gegen digitale Geräte ein wenig ideologisch eingenommen. Vorteile wie geringes Gewicht und Handlichkeit sprechen aber für sich - für Aufnahmen der hier vorgestellten Qualität hätte man früher ein über 5 kg schweres Uher Report Monitor 4000 gebraucht. Beim Hören der Aufnahmebeispiele hat mich der Zoom H-2 beeindruckt, während ich dem Klang des teureren LS-10 nichts abgewinnen kann: Er ist für mich fast gläsern klirrend, höhenlastig, rauschend und erinnert mich an eine Dolby-Kassette, die man mit ausgeschaltetem Dolby anhört (ja, es gibt noch Menschen, die gute Kassetten zu schätzen wissen). Der Klang des H-2 dagegen ist wärmer, mittenbetont, in sich rund und vor allem bei der Musik absolut beeindruckend. Er bildet eine Einheit, während der des LS-10 für mich digital zu zerfallen scheint. Na gut, wenn ich ehrlich bin, würde ich sagen, dass mich der H-2 an ein gutes Band erinnert, was aus meiner Sicht ein Kompliment ist... Jedenfalls fühle ich mich, was künftige Kaufentscheidungen angeht, sehr gut beraten und danke den Autoren noch einmal herzlich für Ihre Mühe.
danke für diesen artikel. sehr hilfreich, professionell und objektiv - zumindest in meiner subjektiven wahrnehmung...
Beim direkten Vergleich von H2 und LS 10 am PC mit den entsprechenden "Lautsprechern" kommt mir das LS 10 tatsächlich "schriller" vor.
Meine eigenen Aufnahmen mit dem LS 10 über Line (DVB-Radio und Satelliten-Radio - Astra 1)und interne Mikrophone (eigene Dixie-Musik
und Gespräche) vermitteln über meine Stereo-Anlage zu Hause allerdings ein ganz anderes Bild. Da steht das LS 10 mit DAT und Mini-Disc auf einer Stufe. Nachdem das LS 10 nun auch noch um 100 Euro im Kaufpreis gesenkt worden ist, kann ich dieses Gerät weiterhin uneingeschränkt empfehlen.
Weiter so mit Ihren Tests! Freundliche Grüße, Otto Spindler, Düsseldorf
Sie dürfen meinen Namen ruhig veröffentlichen.
Mir kommen die Aufnahmen über PC-Lautsprechersystem vom Logitech+Subwoofer vom Olympus LS-10 wesentlich besser vor als die Zoom H2, viel klarer und ohne dumpfe "Nebelglocke" wie beim H2.
Allerdings scheint das Olympus LS-10 vereinzelt ganz dumpfe "Rumpler" zu bieten, möglicherweise durch Windgeräusche? Vielleicht sogar schon beim Bewegen des Microphones?
Ich schneide gerne Vorträge mit, da dürfte also die Wahl des Olympus die richtige sein. Ausserdem da ein Kongress-Tag schnell 8 Stunden dauert, will ich nicht auch noch permanent Batterien-Stress haben. Das Olympus hält länger. Die 100 Euro mehr (7/09) dürften gut investiert sein.
Möchte 4-stimmige acapella Lieder aufnehmen. machen. Hat jemand ein Testexemplar H2 gg LS10?
Mich würde es interessieren wie ein Einzelkünstler mit Akustikgitarre klingt denn bei Chorgesang ist es Ansichtssache ob man gerne die Stimmen mit Hall hört oder eher klarer und heller.
Über Samples oder Beiträge würde ich mich sehr freuen.
Ich sehe den sehr informativen Klangvergleich wie Jonas: Das H2 hat für mich eindeutige Vorteile, besonders in der runderen Darstellung der tiefen Mitten und der daraus folgenden besseren räumlichen Darstellung.
Dass mp3-Dateien des H2 die Bearbeitung am Rechner nicht vertragen, kann ich nicht bestätigen. Zumindest mit 320 Kbit/s erstelle ich damit ohne Probleme und ohne Rauschen professionelle Sprach-Podcasts mit Cakewalk Sonar.
Außerdem nutze ich das H2 für Probenmitschnitte meines Acappellaquartetts und bin sehr angetan von der Klangqualität.
Schließlich: Kai hat recht; das Gerät wirkt zunächst recht billig, doch die Bedienung leidet nicht darunter, und ausgenommen den Einsatz beim Querfeldeinrennen dürfte die Haltbarkeit kein Thema sein.
Ich bin an dem Olympus LS 11 interessiert, wüsste aber gern, wie groß der Unterschied zwischen Minidisc-Aufnamhmen (Normal und LP2) und Aufnahmen mit dem Olympus (evtl. bei versch Bitraten, sonst etwa ab 196) ist. Würde sich ein Umsteigen von der Qualität her lohnen - unter Berücksichtigung der Umwandlungsverluste von Minidisc auf MP3 (evtl auch wav) und der Handhabbarkeit der verschiedenen Aufnahmesysteme?
Mit freundlichen Grüßen
Otto Schwarzer
Hallo Herr Schwarzer,
nach unseren probeaufnahmen zu urteilen und den Rückmeldungen von einigen tausend Kunden ist die Qualität der Aufnahmen der aktuellen digitalen Rekordern in den meisten Fällen deutlich besser. Sie können es im übrigen risikolos ausprobieren, denn für alle Bestellungen bei uns besteht ja ein Rückgaberecht!
Vielen vielen Dank für den Test!
Ich habe mir den Test über die Hi Fi Anlage und Yamaha Studio Monitore angehört (HS80M).
und weiß jetzt für welches Gerät ich mich klar entscheide. Meine Meinung ist wie die von Jonas
(11.06.2009). Das H2 klingt für mich deutlich "besser" und angenehmer. "Schlechtere" Verarbeitung kann man beim Preisunterschied in kauf nehmen. Muss zugeben das Gerät fühlt sich nach Spielzeug an aber die Qualität leidet nicht darunter. Eventuelle (noch nicht getestet) Auflöseprobleme beim mp3 Format sind für mich in der Hinsicht auch sekundär da ich in jedem Fall WAV bevorzuge und verwende.
Ich würde mich auch beim gleichen Preis klar für das H2 entscheiden.
Vielen Dank
Hallo Mig, ich empfehle zusätzlich noch einmal mit ihrer Anlage den großen Vergleichstest nachzuhören! Dort wird der Unterschied der Rekorder noch deutlicher und hier zeigt es sich auch, das das H2 leider in einigen Situation sehr viel "verschluckt". Mal im Vergleich hören zum DM-550 oder DR-07!
Ich bin Besitzer eines Zoom H2 Recorders und nehme meine Kornett und Orgel Stücke in Kirchen auf. Es stimmt dass mp3 Dateien mit 128 kbit klirren, dafür kann das Gerät auch mp3 mit 320 kbit aufnehmen, was nachher eine optimalen klirrlosen reinen Klang ergibt und meinem Ohr entsprechend keinen Unterschied zum normalen WAV Modus hören lässt, wobei die MP3/320er - Dateien immernoch 5x kleiner sind als WAV Dateien. Extrem spannend beim H2 Zoom ist der Surround Effekt den man mit den 4 Mikrofonen erzielen kann. Da bleibt kein Detail auf der Strecke. Rauschen kenne ich bei diesem Grät, wenn die Aufnahme richtig ausgesteuert ist überhaupt nicht. Die Weiterverarbeitung mit z.B. Free Audio Editor 2009 ist Kinderleicht, so kann man die MP3 auf dem PC zu Hause in WAV Dateien umwandeln und danach als Audio CD Kopieren.
Hallo Jürg,
das H2 nimmt in der Tat bei richtiger Einstellung absolut rausch- und knisterfrei auf. Dennoch raten wir einen Hörvergleich, da nach unserem Eindruck einige andere Recorder in Punkto detailltreue die Nase vorne haben.
Hallo, habe eben mit dem Support telefoniert, weil ich mit der Tiefenwiedergabe über Kopfhörer beim LS 10 unzufrieden bin. Es soll tatsächlich so sein, auf der Aufnahme wäre dann aber alles drauf. Aber beim Mithören einer laufenden Aufnahme kann man tiefe Störgeräusche oder eine Tiefenlastigkeit durch zu geringen Abstand etc. im KH nicht hören. (der Schalter LOW CUT ist somit auch in Frage gestellt) Folglich verbietet sich auch die Verwendung des KH-Ausganges als LINE OUT. Vermutlich wurde Wiedergabezweig der Mini- Lautsprecher benutzt - dort ist es richtig die Tiefen wegzuschneiden. Ansonsten ist das Gerät zu empfehlen!
Also ich habe mir nur mal das Chor-Beispiel näher angesehen. So richtig gefällt mir weder der H2 noch das LS-10. Das erste ist zu dumpf, das zweite zu schrill. ich habe mal beide ein bisschen nachbearbeitet. Aus dem LS-10 kann man mit dem Equalizer noch etwas rausholen, wenn man Höhen wegnimmt und die Tiefen etwas anhebt. Beim H2 habe ich nicht viel verbessern können. Intransparent bleibt intransparent. Für mich ist das LS-10 das kleinere Übel. Ein wichtiges Kaufargument ist für mich auch die Fernbedienung, weil ich zum Kontrollhören bei Chorproben verwenden will. Da spart es viel Zeit, wenn man für jedes Stück einen eigenen Track hat. Und die Fernbedienung erspart einem, dauernd zu dem Gerät hinrennen zu müssen.
Ich kenne nur H2, aber denke auch Olympus zu kaufen (etwa 200 Euro).
Ich habe schwierichkeiten, wenn ich Chor- und Blasmusik oder Orgel/Oboe aufnehme. Tonqualität ist sehr gut, aber die Tasten - sehr schwer zu verbrauchen!
Meine ersten Aufnahmen mit Löwe Opta Optacord 1959 kann ich noch heute zuhören.
Am Meisten habe ich mit Sony Mini-Disc gespielt.
Vielen Dank, Dr. Thorsten Dresing!
(Verzeihen sie, mein Deutsch kommt von der Schule in Finnland 1949!)
"Nichts aber Datenverarbeitung seit 1953"
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