Testbericht zum ZOOM H4
17.02.2009
Zusatz 22.1.2009: Es wird einen Nachfolger für das Zoom H4 geben: den Zoom H4n. Mehr dazu in unserem Bericht
Das Zoom H4 ist eines der wenigen digitalen Rekorder, die einen echten XLR Anschluss und 48V Phantomspeisung anbieten. Das Manko anderer Rekorder ist die fehlende Anschlußmöglichkeit, lediglich das Marantz PMD 660 kann ebenfalls mit XLR Anschlüssen aufwarten, ist aber mit 649 Euro und zum Teil schlechter Verfügbarkeit nicht immer das ideale Mittel der Wahl. Der Zoom H4 liegt mit UVP 366 Euro preislich in einem deutlich attraktiveren Bereich. Aber lohnt sich der Kauf? Hier lesen Sie unsere Eindrücke:
Alternativ: Zoom H2, der kleine Bruder für UVP 236 Euro (Infos und Testbericht) oder der Tascam DR-07

Optik, Verarbeitung und Bedienung
Der Zoom H4 ist ein handlicher Stereorekorder mit umfangreichen Features. Die Anordnung der internen Mikrofone und der beiden XLR Anschlüsse (!) muten auf den ersten Blick etwas futuristisch an. Er überzeugt jedoch durch seinen kompakten, aber nicht zu kleinen Aufbau und die übersichtliche Anordnung der wichtigsten Bedienelemente. Dadurch liegt er gut in der Hand. Das hintergrundbeleuchtete LCD-Display ist im Vergleich zu Geräten wie dem M-Audio MicroTrack etwas klein geraten. Auch die Tasten an sich wirken nicht alle besonders hochwertig, hier muss man einige Abstriche in Kauf nehmen. Die Bedienung des Gerätes ist im Hinblick auf die Feingliedrigkeit der Tasten ordentlich gelöst. Auffällig ist die Aufnahmetaste, mit der eine Aufnahme schnell und einfach gestartet werden kann.

Batterie und Netzanschluss
Die Stromversorgung kann sowohl durch auswechselbare Batterien (2 mal AA) als auch durch ein angeschlossenes Netzteil erfolgen. Die Laufzeit beträgt mit vernünftigen Alkali-Zellen etwa 4 Stunden, mit Lithium-Zellen sogar ca. 8 Stunden. Wer das Gerät überwiegend für stationäre Aufnahmen nutzt oder nach längeren Laufzeiten verlangt, der kann sich für ca. 23 Euro ein Netzteil dazu kaufen.
Aufnahmequalität
Die Aufnahme mit dem internen Mikrofon lässt sich hören, bietet einen guten Stereo-Effekt, ist insgesamt aber relativ leise und mit einem wahrnehmbaren Rauschanteil. Zudem wird mit einem leichten "Flimmern" aufgezeichnet, das anscheinend von der Leuchte der Aufnahme-Taste hervorgerufen wird. Ausgesprochen gute Aufnahmen erreicht man über ein gutes externes Mikrofon, durch das das Hintergrundrauschen deutlich reduziert werden kann, siehe Probeaufnahme. Hier bietet das Zoom H4 vielfältige Anschlussmöglichkeiten und die Möglichkeit der Phantomspeisung. Insgesamt also hochwertig, aber nicht perfekt.
Speicherkapazität & Datenübertragung
Das Zoom H4 verwaltet seine Daten auf bis zu 2 GB großen SD-Karten, eine 128 MB Karte ist bereits im Lieferumfang enthalten. Mit einer optionalen 2 GB SD-Karte kann bis zu 34 Stunden Audiomaterial aufgenommen werden (MP3-Mode, mono). Bei Audiomaterial in 16 bit CD-Qualität/mono beträgt die Kapazität maximal 380 Minuten. Um die schnelle Verbindung zum PC oder Mac kümmert sich die integrierte USB-Schnittstelle.
Fazit
Wir finden, dass das Zoom H4 ein gelungenes Gerät mit sehr guter Aufnahmequalität ist. Das Rauschen ist angenehm leise, selbst beim integrierten Mikrofon. Auch wenn die Verarbeitung etwas zu wünschen übrig lässt, so stellt es doch eine handliche Lösung inklusive Stereomikrofon für einen angemessenen Preis bereit.

ich habe mir das h4 zugelegt - und zwar genau für einen tag. die verarbeitung des geräts ist dermaßen schlecht, dass ich es sofort gegen ein olympus getauscht habe. ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen, da es wir billigstes chinaspielzeug wirkt. investiert lieber ein paar mehr euro und genießt bessere verarbeitung!
Ich habe das H4 und bin sehr zufrieden damit. Es hat ein paar Mankos. Der Verschlussdeckel, wird früher oder später wohl Schaden erleiden; da er nur schwer zu schliessen ist. Ein weiteres Mako war der Windschutz, der beim kleinsten Wind; weg ist. Wir hatten noch einen Windschutz für ein längliches Sennheiser Micro. Den haben wir an den Seiten ein bischen aufgeschnitten, so das er sich über den Deckel, schieben liess. Jetzt noch auf beiden Seiten ein bischen; Klettband und schon hat man einen richtigen Windschutz. Perfekt ist das Gerät nicht. Aber klein handlich und für Aussenaufnahmen sehr gut geeignet. Wer nur Innenaufnahmen macht, wird dem Deckel, wohl auch keinen Schaden zufügen; da er Stromanschluss hat und nur um die SD Karte zu wechseln; den Deckel öffen muss.
Ach, noch was.
Die SD Karte, lässt sich für meinen Geschmack; schwer entnehmen. Mit einer Elektronikerzange; konnte ich sie letztlich, aber immer entnehmen.
Leider muss man die Automatik nutzen, um nicht zu übersteuern. Wenn der Aufnahmeknopf blinkt. Ein händisches Abstimmen, wäre besser. Meine Aufnahme von der Dampflok, wäre sonst immer neu eingepegelt worden und nicht übersteuert.
Kommentar hinzufügen