Hessischer Gruenderpreis

Verfasst von Thorsten Pehl am 17.02.2009

Der Nachfolger des
Zoom H4n wird im
April 2009 erwartet.

Testbericht zum ZOOM H4

30.03.2007 Aufnahmegerät mit Phantomspeisung, ein Testbericht von Dr. Thorsten Dresing und Thorsten Pehl

Zusatz 22.1.2009: Es wird einen Nachfolger für das Zoom H4 geben: den Zoom H4n. Mehr dazu in unserem Bericht
 

Das Zoom H4 ist eines der wenigen digitalen Rekorder, die einen echten XLR Anschluss und 48V Phantomspeisung anbieten. Das Manko anderer Rekorder ist die fehlende Anschlußmöglichkeit, lediglich das Marantz PMD 660 kann ebenfalls mit XLR Anschlüssen aufwarten, ist aber mit 649 Euro und zum Teil schlechter Verfügbarkeit nicht immer das ideale Mittel der Wahl. Der Zoom H4 liegt mit UVP 366 Euro preislich in einem deutlich attraktiveren Bereich. Aber lohnt sich der Kauf? Hier lesen Sie unsere Eindrücke:

Alternativ: Zoom H2, der kleine Bruder für UVP 236 Euro  Infos und Testbericht oder der Tascam DR-07

Optik, Verarbeitung und Bedienung

Der Zoom H4 ist ein handlicher Stereorekorder mit umfangreichen Features. Die Anordnung der internen Mikrofone und der beiden XLR Anschlüsse (!) muten auf den ersten Blick etwas futuristisch an. Er überzeugt jedoch durch seinen kompakten aber nicht zu kleinen Aufbau und die übersichtliche Anordnung der wichtigsten Bedienelemente. Dadurch liegt er gut in der Hand. Das hintergrundbeleuchtete LCD-Display ist im Vergleich zu Geräten wie dem M-Audio MicroTrack etwas klein geraten. Auch die Tasten an sich wirken nicht alle besonders hochwertig, hier muss man einige Abstriche in Kauf nehmen. Die Bedienung des Gerätes ist im Hinblick auf die Feingliedrigkeit der Tasten ordentlich gelöst. Auffällig ist die Aufnahmetaste, mit der eine Aufnahme schnell und einfach gestartet werden kann.

Batterie und Netzanschluss

Die Stromversorgung kann sowohl durch auswechselbare Batterien (2 mal AA) als auch durch ein angeschlossenes Netzteil erfolgen. Die Laufzeit beträgt mit vernünftigen Alkali-Zellen etwa 4 Stunden, mit Lithium-Zellen sogar ca. 8 Stunden. Wer das Gerät überwiegend für stationäre Aufnahmen nutzt oder nach längeren Laufzeiten verlangt, der kann sich für ca. 23 Euro ein Netzteil dazu kaufen.

Aufnahmequalität

Die Aufnahme mit dem internen Mikrofon lässt sich hören, bietet einen guten Stereo-Effekt, ist insgesamt aber relativ leise und mit einem wahrnehmbaren Rauschanteil. Zudem wird mit einem leichten "Flimmern" aufgezeichnet, das anscheinend von der Leuchte der Aufnahme-Taste hervorgerufen wird. Ausgesprochen gute Aufnahmen erreicht man über ein gutes externes Mikrofon, durch das das Hintergrundrauschen deutlich reduziert werden kann, siehe Probeaufnahme. Hier bietet das Zoom H4 vielfältige Anschlussmöglichkeiten und die Möglichkeit der Phantomspeisung. Insgesamt also hochwertig, aber nicht perfekt.

Speicherkapazität & Datenübertragung

Das Zoom H4 verwaltet seine Daten auf bis zu 2 GB großen SD-Karten, eine 128 MB Karte ist bereits im Lieferumfang enthalten. Mit einer optionalen 2 GB SD-Karte kann bis zu 34 Stunden Audiomaterial aufgenommen werden (MP3-Mode, mono). Bei Audiomaterial in 16 bit CD-Qualität/mono beträgt die Kapazität maximal 380 Minuten. Um die schnelle Verbindung zum PC oder Mac kümmert sich die integrierte USB Schnittstelle. 

Fazit

Wir finden, dass das Zoom H4 ein gelungenes Gerät mit sehr guter Aufnahmequalität ist. Das Rauschen ist angenehm leise, selbst beim integrierten Mikrofon. Auch wenn die Verarbeitung etwas zu wünschen übrig lässt, so stellt es doch eine handliche Lösung inklusive Stereomikrofon für einen angemessenen Preis bereit.

Weitere Links und Tests zum H4 

Wespennest
Hersteller

 

zoom h4

Zoom H4

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Zoom H4

23.10.2009 - David (nicht überprüft) sagt:

ich habe mir das h4 zugelegt - und zwar genau für einen tag. die verarbeitung des geräts ist dermaßen schlecht, dass ich es sofort gegen ein olympus getauscht habe. ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen, da es wir billigstes chinaspielzeug wirkt. investiert lieber ein paar mehr euro und genießt bessere verarbeitung!

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