f4 Transkripte mit Zeitmarken in MAXQDA und ATLAS.ti nutzen

13.07.2010

Mit unserem kostenfreien Transkriptionsprogramm f4 lassen sich Transkripte mit Zeitmarken erstellen. Diese Zeitmarken bewirken später beim Anklicken die Wiedergabe genau dieser speziellen Position. Das funktioniert sowohl bei Audio- als auch Videodateien. Die Zeitmarkenfunktion wird neuerdings auch in Programmen wie MAXQDA und ATLAS.ti unterstützt. Ein dort importiertes f4-Transkript ermöglicht es dem Forschenden, während der Analyse direkt das Originalmaterial zu Hilfe zu ziehen. Ein Klick und Sie sehen sehen/hören die spezifische Passage und können die Interpretation präziser durchführen. Auf dieser Seite finden Sie ein Videotutorial und Informationen über das Zusammenspiel dieser Programme.

 

 

Inhalt:

F4 und MAXQDA 10

Welche Formate unterstützt MAXQDA 10?

F4 und ATLAS.ti

 

 

 

Videotutorial: Transkripte aus f4 in MAXQDA 10 importieren

In diesem kurzen Video erklären wir ihnen wie man in f4 erstellte Transkripte in MAXQDA weiter verwenden kann.

 

Tutorial zur Verwendung von f4 und MAXQDA mit Audio- und Videozeitmarken

Ab MAXQDA 10 ist es möglich, Audio- und Videodateien in das Dokumentensystem zu integrieren und Sie gemeinsam mit den Textdateien zu verwalten. Im Fenster "Liste der Dokumente" werden diese Multimedia-Dateien mit einem gesonderten Icon kenntlich gemacht:

Importieren Sie einfach Ihr f4 Transkript (*.rtf Datei). Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf den importierten Text, wählen EIGENSCHAFTEN und können dort angeben, wo sich die zum Transkript passende Audio- oder Videodatei auf Ihrem Rechner befindet.

Nun wollen wir, das durch Anklicken eines Absatzes, dieser auch abgespielt wird. Dafür müssen Sie den MAXQDA Media-Player öffnen. Klicken Sie dazu in der oberen Menüleiste im Punkt Symbolleisten den Mediaplayer an - so wird er im oberen Menübereich platziert:

Von dort aus können Sie ihn nun beliebig verschieben, praktischerweise direkt neben Ihr Transkript. Nun klicken Sie auf das kleine Fahnensymbol im Media Player:

Damit ist die Audiodatei aktiviert, und kann nun abgespielt werden. Mithilfe der Tasten F4 und F3 können Sie den Media Player bedienen und vermeiden so ein lästiges Klicken auf die Symbole. Dabei steuert die Taste F4 den Start und das Pausieren beim Abspielen.  Die Taste F3 bewirkt das Einfügen einer Zeitmarke.

Sie können direkt von einer Zeitmarke in der Liste zur Audiodatei springen; an genau dieser Stelle wird dann mit dem Abspielen begonnen.  

Der fertig transkribierte Text kann dann selbstverständlich auf die gleiche Weise codiert und bearbeitet werden wie gewöhnlicher Text aus importierten Textdateien (z.B. eine *.rtf Datei welche mit f4 erstellt wurde).

Einfügen von weiteren Zeitmarken in bereits transkribierte Texte

Klicken Sie dann auf das Flaggensymbol, um die Media-Toolbar zu aktivieren:

Im Dokument-Browser erscheint daraufhin neben dem transkribiertem Text eine neue Spalte, die zur Visualisierung der Zeitmarken dient. Sie erkennen die Zeitmarken an einem speziellen Icon:

Um Zeitmarken im Text zu setzen, klicken Sie bitte die Stelle im Text, an der die neue Zeitmarke eingefügt werden soll. In unserem Beispiel etwa vor dem Wort "Sie" im zweiten Abschnitt:

Nun können Sie mit dem "Play-Icon" oder mit der Taste F4 die Audiodatei abspielen. Wenn die abgespielte Datei nun die Stelle erreicht, an der Sie den Cursor platziert haben und gerne Ihre Zeitmarke einfügen würden, drücken Sie entweder die Taste F3 oder klicken das "Neue Zeitmarke"-Icon . Aus Gründen des Timings kann es manchmal sinnvoll sein, den Player manuell zu pausieren, bevor man die gewünschte Zeitmarke einfügt - hierzu dient ebenfalls das Play-Icon oder F4. Wenn der Titel nach Einfügen der Zeitmarken abgespielt wird, färbt sich die Zeitmarken-Spalte links vom Text an den gerade abgespielten Marken blau. 

Wenn Sie das "Sync-Icon" klicken,  werden die jeweils entsprechenden Textstellen während des Abspielens blau eingefärbt:

Ein Doppelklick auf das Symbol einer Zeitmarke lässt die Audiodatei ab der entsprechenden Stelle abspielen.

Tipp: Um die Übersicht zu bewahren ist es sinnvoll, pro Absatz nur eine Zeitmarke einzufügen. Darüber hinaus gibt es jedoch die Option, überall im Text Zeilenumbrüche durchzuführen und somit neue Absätze zu generieren. (Edit-Mode muss aktiviert sein!)

Um eine Liste all Ihrer Zeitmarken zu erhalten, klicken Sie auf das Icon "Übersicht Zeitmarken":

Hinweis: Audio- und auch Videodateien werden grundsätzlich nicht in Ihre Projektdatei integriert, sondern von externen Speicherorten (z.B. einem Ordner auf Ihrer Festplatte) eingelesen. Damit soll die Größe des Projekts gering gehalten werden, um Mobilität und Geschwindigkeit der Projektumgebung zu gewährleisten. Sie haben die Möglichkeit, den externen Speicherort global festzulegen, um Ihr Projekt einheitlich organisieren zu können. Wie das funktioniert, erfahren Sie in Kapitel A im Abschnitt Optionsmenü.

Arbeiten mit Videodateien

Das Importieren von Videodateien erfolgt auf die gleiche Weise wie bei Audiodateien.  Auch die Bearbeitung geschieht nach dem oben beschriebenen Schema. Der einzige Unterschied liegt bei der Darstellung: Um das Video anzuzeigen, muss der Video-Player geöffnet werden; dies  erledigen Sie mit dem "Video-Fenster" .

Auch bei Videos können Sie per Doppelklick auf die Zeitmarke zur jeweiligen Position im Video springen.

Welche Formate unterstützt MAXQDA?

Der MAXQDA Media Player gibt Audio- und Videodateien in beliebigen Formaten wieder. Einzige Voraussetzung: Ein entsprechender Software-Codec muss installiert sein. Wenn Sie z.B. den Windows Media Player nutzen und regelmäßig updaten, sollten bereits alle wichtigen Codecs in ihrem System bereitstehen (u.a. WAV, MP3, WMA, WMV, MPG, AVI).

Fehlen zu einer Mediendatei die nötigen Codecs, so lässt sich der MAXQDA Media Player zwar aktivieren, die Schaltflächen bleiben aber ausgegraut. Falls sich Ihre Mediendateien also nicht in MAXQDA verarbeiten lassen oder in Fremdformaten vorliegen (z.B. MOV, FLV, 3GP), empfiehlt sich die Installation eines Codec-Packs (d.h. einer Sammlung von Codecs).

Gute Erfahrungen haben wir mit dem kostenlosen “K-Lite Codec Pack” (Basic-Version) gemacht:

- http://www.codecguide.com

- http://suche.chip.de/k-lite%20codec%20pack.html?it=1

Ebenso leistungsstark, kostenlos und zudem open-source ist das Codec-Pack “ffdshow tryouts”:

- http://ffdshow-tryout.sourceforge.net

Verschiedene weitere Codec-Packs finden Sie z.B. unter http://www.chip.de oder http://download.cnet.com. Bitte beachten Sie, dass es sich hier um Software von Drittanbietern handelt, für die wir keine weitere Unterstützung leisten können.

Transkripte aus f4 in ATLASti verwenden

Nicht nur MAXQDA 10 unterstützt Transkripte, die mit f4 erstellt wurden. Auch ATLASti bietet einem die Möglichkeit, Transkripte aus f4 zu importieren. Beachten sollte man jedoch, dass momentan nur Transkripte welche mit f4audio erstellt wurden unterstützt werden.

  

1. Öffnen sie ATLAS.ti.

 

2. Nun importieren wir ein beliebiges Dokument, welches mit f4audio erstellt wurde. Klicken sie dazu ganz einfach im oberen Menü auf A-DOCS – IMPORT F4 DOCUMENT.

3. Fertig! Das in f4audio erstellte Dokument ist bereit zur weiteren Verwendung mit ATLAS.ti!
 

HINWEIS: Achten Sie darauf, dass beide Dokumente, also das rtf-Dokument und die Audiodatei, sich im gleichen Ordner befinden. Ansonsten kann ATLASti den Zusammenhang zwischen Audiodatei und Textdokument nicht herstellen. Bedenken Sie auch, dass Sie Ihre Dateien nach der Modifizierung in f4audio nicht umbenennen dürfen, da dies ebenfalls zu Problemen führt.

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