Das ist mein Ergebnis!

Mit kleinen Fallzahlen aussagekräftige Ergebnisberichte erstellen

Referent:

Prof. Dr. Wolfgang Seitter

Veranstaltungsort:

Technologie- und Tagungszentrum
Softwarecenter 3
35037 Marburg

Termin:

DO, 06.10.2016 - 10 bis 16.30 Uhr

Seminarinhalte

Der Kurs bearbeitet die Frage, wie bei begrenzten Zeitressourcen von Qualifikations- und Drittmittelprojekten und bei kleinen Fallzahlen des empirischen Materials gleichwohl aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden können. Im Kurs erhalten Sie eine Einführung in drei Strategien der methodischen Fokussierung, die Themen (Codes), Abfolgen (Sequenzen) und Begriffe (Metaphern) als drei Formen des analytischen Zugangs miteinander kombinieren. Mit Blick auf eine frühzeitige Klärung von Formen der Ergebnispräsentation werden Fragen der rekursiven Verbindung von Auswertung und Darstellung, von Theorie und Empirie, von ergebnisbezogener Aussagekraft und Verallgemeinerbarkeit beantwortet. Ziel des Kurses ist die professionellere methodenorientierte Handhabung des Spannungsverhältnisses von Zeitknappheit und Ergebnisqualität beim wissenschaftlichen Arbeiten.

Zielgruppe

Dieser Workshop richtet sich an Studierende, Promovierende und ProjektmitarbeiterInnen aus den sozialwissenschaftlichen Disziplinen sowie an alle, die sich für die Auswertung und Darstellung qualitativer Daten interessieren. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Workshopkosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 180 Euro inkl. MwSt.. Studierende und Promovierende zahlen ermäßigt 120 Euro. Ein Nachweis ist für den Rabatt erforderlich: bspw. eine formlose Bestätigung durch den/die BetreuerIn der Promotion oder eine entsprechende Studienbescheinigung.

Anmeldung

Am besten über unseren Onlineshop

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Ermäßigte Buchung für Studierende und Promovenden

Alternativ auch per Fax an +49 (0) 64 21 / 590 979 20 
Erst nach erfolgter Anmeldung (und ggf. Prüfung), senden wir Ihnen eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer zu. 

Geplanter Kursablauf:

DO, 06.10.2016

10.00 – 10.30:

Begrüßung und Vorstellungsrunde
u.a. Themenfokussierung, Eruieren des Erfahrungshintergrundes 
der Kursteilnehmenden​

10.30 – 11.00:

Zeit als begrenzender Faktor von Forschung

Empirische Erfahrungswerte und normative Erwartungen

Studien mit kleinen Fallzahlen

Wie rette ich mich vor der Trivialität von Ergebnissen: 

Aussagekraft und/oder  Verallgemeinerungsfähigkeit?

Struktur des Ergebnisberichts von Anfang an mitdenken

11.00 - 11.30:

Überblick über die drei methodischen Fokussierungen

Zwischen (abgekürzter) Inhalts- und Sequenzanalyse

Exploratives Erkunden und subsumtionslogisches Nacherzählen

Empirisches Material als Zitationssteinbruch oder echte Datenquelle?

Metaphernanalyse als  (heuristische) Ergänzungsmethode

11.30 – 11.45: Kurze Pause
11.45 – 13.00:

Strategien der methodischen Fokussierung I:

Arbeiten mit Codes (Themen)

Varianten der Codierung: deduktiv-induktiv-kombiniert
Stellenwert der Codes

Codes – gedankenexperimenteller Gegencodes

Themenfindung und Themenvertiefung

13.00 – 14.00: Mittagspause
14.00 – 15.15:

Strategien der methodischen Fokussierung II:

Arbeiten mit Sequenzen (Abfolgen)

Sequenzen als verdichtete Ereignisabfolgen

Sequenzen als verdichtete Eigeninterpretationen

15.15 – 15.30: Kurze Pause
15.30 – 16.00:

Strategien der methodischen Fokussierung III:

Arbeiten mit Metaphern (Begriffen)

Semantische Bedeutungsfelder  

16.00 – 16.30:

Zusammenfassung mit Hinweisen zur Ergebnisdarstellung

Verbindung/Rückkoppelung von Auswertung und Darstellung

Deskription-Analyse-Theoretisierung

Der doppelte Trichter: die (mögliche) Gestalt des Abschlussberichts

etwa 16.30: Kursende: Was noch zu sagen bleibt ...

Der Referent

Prof. Dr. Wolfgang Seitter ist seit 2001 Professor für Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Philipps-Universität Marburg. Er führt seit vielen Jahren regelmäßig Interpretationswerkstätten zur Auswertung empirisch-qualitativer Daten durch,  betreut ein Team von – zumeist drittmittelfinanzierten – DoktorandInnen und hat langjährige Erfahrung in der Akquise und Leitung von Forschungsprojekten. Weitere Informationen zu Profil, Drittmittelprojekten und Dissertationsvorhaben finden Sie unter: http://www.uni-marburg.de/fb21/ebaj