Vergleichstest Update 2012

18.01.2012

Nachhören war nötig: Die Ergebnisse unseres Vergleichstest 2011 waren eindrucksvoll. Dennoch blieb unsere Vermutung, dass die genutzten Mikrofoneinstellungen für einige Rekorder nachteilig waren. Daher hieß es für uns: Geräte nochmals auspacken und erneut ein Orchester (diesmal auch mit Gesang) aufzeichnen. Ob wir unser erstes Testergebnis bestätigt finden und wer nun wirklich gewonnen hat, erfahren Sie hier!

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Neue Aufnahmen mit gleichen Bedingungen

Am 01.01.2012 war es soweit, wir konnten das gleiche Orchester bei der Generalprobe für das Neujahrskonzert aufnehmen. Das zuvor nicht verfügbare Tascam DR-100MK2 haben wir zusätzlich mit eingepackt. Im Mittelgang bei Reihe 14, gut 15 Meter von der Bühne entfernt, konnten wir alle Rekorder gut aufstellen. Im ersten Test war uns aufgefallen, dass sich eine große Stereobreite positiv auf die Detailwahrnehmung der einzelnen Instrumente auswirkt. Daher haben wir nun alle Mikrofone auf 120 Grad bzw. mit weiter Stereobreite eingestellt. Aufgenommen wurde in 44,1khZ 16 Bit. Ausgesteuert wurde manuell, was zu graduellen Lautstärkeunterschieden führte, die aber nicht in die Bewertung einbezogen wurden. Vereinzelt ist auf den Aufnahmen auch eine Veränderung des Pegels bspw. durch ein Klicken wahrzunehmen. In einer Stehgreif-Livesituation ohne vorherige Klangprobe war dies nicht zu vermeiden. Hier nun die Aufnahmen der auch in 2012 noch besten, mobilen Aufnahmegeräte unter 600 Euro.

Orchester mit Gesang

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 Korg MR-2 (download)

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 Olympus DM-650 (download)

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 Olympus LS-5 (download)

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 Roland R-26 (download)

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 Sony PCM-D50 (download)

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 Tascam DR-40 (download)

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 Tascam DR-100MKII (download)

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 Zoom H2n (download)

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 Zoom H4n (download)

Orchester

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 Korg MR-2 (download)

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 Olympus DM-650 (download)

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 Olympus LS-5 (download)

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 Roland R-26 (download)

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 Sony PCM-D50 (download)

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 Tascam DR-40 (download)

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 Tascam DR-100MKII (download)

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 Zoom H2n (download)

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 Zoom H4n (download)

Nachgehört

Zur Bewertung haben wir die Aufnahmen - wie immer - anonymisiert angehört. Erst nach der Diskussion wurde entschlüsselt, welches Gerät hinter welcher Aufnahme steckt.

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Diskussion der Ergebnisse

Unser erster Eindruck: Durch die geänderten Mikrofoneinstellungen ist die Qualität der Aufnahmen deutlich weniger unterschiedlich Ausgefallen. Die guten Rekorder sind alle sehr nah beieinander. Als klare Unterscheidungsmerkmale haben wir das Eigenrauschen, den Raumeindruck, die Präsenz der Stimme und die Abbildung der tiefen Töne herausgearbeitet. 

Unsere favorisierten Aufnahmen stammen vom Roland R-26, Sony PCM D-50, Zoom H2n und H4n. Zwischen diesen Geräte sind im Gesang zwar Unterschiede hörbar, beispielsweise in der Darstellung des Raumeindrucks. Diese sind jedoch nicht als Qualitätsunterschied, sondern als Charakterunterschied zu bewerten. Alle vier Geräte liefern wirklich hervorragende Aufnahmen, die wir als "besonders präsent", "nahezu rauschfrei", "nah am Geschehen" und "außerst differenziert" charakterisiert haben. Die beiden Zoom Geräte sind dabei leicht weicher im Klangcharakter (ohne flach zu klingen), während wir Roland R-26 und Sony PCM D-50 eher als sehr klar wahrnehmen,  ohne dass diese spitz wirken. Bei der Musikaufnahme ohne Gesang ist die Aufnahme des Sony PCM D-50 besonders klar und präzise. Das rehabilitiert das D-50, welches im 2011 Test nicht so gut abgeschnitten hatte (wegen der 90 Grad Einstellung der Mikrofone).

Die Aufnahmen der Tascam Geräte DR-100MK2 und DR-40 sind ebenfalls noch sehr gut. Sie erschienen uns aber etwas weiter weg vom Geschehen als unsere Favoriten. In der Aufnahme ohne Gesang rangiert der DR-100MK2 für uns dicht hinter dem Sony PCM-D50 und Roland R-26. Der Raumeindruck des DR-40 ist hier eindrucksvoll, aber das Gesamtergebnis nicht so präsent. 

Der höhenbetonte Charakter des Olympus LS-5 gefällt uns bei beiden Aufnahmen hier weniger. Es wirkt verauscht. Ebenso Olympus DM-650 und Korg MR-2 schneiden nicht gut ab. Dem Olympus DM-650 macht als eigentlicher Interviewrekorder sein geringer Dynamikumfang zu schaffen. Der Kampf mit seiner Neigung zur Übersteuerung ist auf der Aufnahme deutlich zu hören. 

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Unser Fazit

Dieser Test hat in weiten Teilen die Erfahrungen des 2011 Tests bestätigt und fundiert ergänzt. Das Tascam DR-100MK2 ist fast auf Augenhöhe mit den besten Rekordern eingestiegen und als solches auch von uns zu empfehlen. Die ebenfalls recht neuen Roland R-26 und H2n haben Ihre Titel als Musiksieger eindeutig verteidigt. Der "Veteran" Sony D-50 hat sich mit den geänderten Mikrofoneinstellungen seinen berechtigten Platz unter den Besten verdient zurück erkämpft (wie wichtig doch die Mikrofonausrichtung sein kann). 

Die Verarbeitung des LS-5 ist zwar nach wie vor eine der besten im Testfeld, aber die Betonung der Höhen wirkt gerade bei einem Streichorchester störend. Das können andere besser - beispielsweise der fast preisgleiche Zoom H2n. Auch wenn die Plastik-Verarbeitung uns noch immer nicht gefällt (schade, könnten sich diese beiden Hersteller nicht zusammentun?). 

Wer solide Verarbeitung und besten Klang sucht, der wählt am besten aus der Riege: Sony D-50, Roland R-26 und Tascam DR-100MK2 aus. Wer ein kleineres Gerät zu günstigerem Preis will, ist beim Zoom H2n gut aufgehoben. 

Der LS-5 schneidet bei eueren gut differenzierten Tests schon ziemlich gut ab. Meine Frage ist, ob es sich lohnt den Olympus LS-7 abzuwarten. Heißt, sind deutliche Verbesserungen im Preis/Leistungsverhältnis zu erwarten. Momentan schwanke ich zw. LS-3 und LS-5.

Zunächst: Vielen Dank für den Test.
Das ist eine harte Nuss, denn die Unterschiede sind nur klein.
Soll man also eine eigene Beurteilung der Aufnahmen wagen ?
Ich tu's !

Was ich im folgenden schreibe, ist das Ergebnis mehrmaligen Anhörens mit einem offenen Kopfhörer guter Qualität (Sennheiser). Es gilt nur für diese Probe des Neujahrskonzerts. Für ruhige Atmosphären, Sprache oder Rock-Konzerte kann die Beurteilung anders sein.

Ich spiele zwar etwas Klavier und Gitarre, habe aber kein geübtes Gehör wie ein Musiklehrer, Musiker oder Tontechniker. Es kann also durchaus sein, dass ich irgendwo ziemlich danebenliege - unsicher war ich mir z. B. in der Bewertung von Roland R-26 und Tascam DR-100MKII - höre ich dabei teils vielleicht 'Gespenster' ?. Auf der anderen Seite: Objektivität gibt es hier nicht - so eine Klangbeurteilung ist immer auch Geschmackssache und letztlich begrenzt durch das, was die Ohren einem mitteilen !
Welche Worte soll man wählen? Die eigenen! Hoffentlich versteht man, was gemeint ist.

A
Probe Neujahrskonzert - Orchester mit Gesang

* Korg MR-2 *
Bass gut abgegrenzt
Stimme entfernt
Musik ebenfalls
Der Aufnahme fehlt es an Auflösung / Transparenz

* Olympus DM-650 *
Starker Bass, etwas ausufernd + dröhnend
Stimme recht nah, etwas leise im Vergleich zur Musik
Aufnahme bei starken Impulsen teils schwankend im Pegel
Recht lebhafte Aufnahme

* Olympus LS-5 *
Bass gut abgegrenzt
Stimme klar, aber entfernt
Mitten etwas fehlend, Aufnahme recht 'trocken'

* Roland R-26 *
Bass gut, voll, aber nicht dröhnend
Stimme präsent, gleichauf mit Musik
gegen Ende etwas blecherner 'Röhrenklang'

* Sony PC-D50 *
Bass begrenzt, straff
Stimme klar, entfernt aber präsent
Aufnahme klar, neutral, analytisch

* Tascam DR-100MKII *
Bass voll, tiefer Anteil dominant
Gute Mitten bei den Streichern
Stimme entfernt, etwas leise zur Musik
Musik etwas zu dominant
Gegen Ende etwas 'Röhrenklang', Klänge verwischen
Generell: Es fehlt dem Klang etwas an Transparenz

* Tascam DR-40 *
Bass voll, nur minim dröhnend
Instrumente kommen einzeln gut zur Geltung
Stimme entfernt, aber klar - besser als Tascam DR-100MKII
Aufnahme recht transparent - musikalischste Aufnahme

* Zoom H2n *
Bass voll, aber gut begrenzt
Stimme nah und klar
Lebendigste Aufnahme, recht hallig

* Zoom H4n *
Bass voll, etwas dröhnend
Stimme klar, nicht spitz
Musik etwas dominant
Gesamtklang recht harmonisch

B
Probe Neujahrskonzert - nur Orchester

# Korg MR-2 #
Klang recht entfernt
Einzelne Instrumente zu wenig abgegrenzt
Der Aufnahme fehlt es an Auflösung, Klarheit/Transparenz

# Olympus DM-650 #
Starker Bass, etwas ausufernd + dröhnend
Tiefe Anteile zu dominant, etwas dumpf
Aufnahme durch starke Impulse teils schwankend im Pegel

# Olympus LS-5 #
Bass gut eingegrenzt
Mitten etwas fehlend, Höhen ausgeprägt
Aufnahme klingt entfernt
Es fehlt etwas die Ausgeglichenheit / Gesamtharmonie

# Roland R-26 #
Bass gut, voll, aber nicht dröhnend
Instrumente nicht so sauber getrennt - es fehlt etwas an Klarheit/Auflösung
Insgesamt etwas blecherner, gepresster 'Röhrenklang', Mangel an 'Luftigkeit'

# Sony PC-D50 #
Bass begrenzt, straff, kein unangenehmes Dröhnen
Klarer Klang, Instrumente gut getrennt
Eher analytischer als musikalischer Klang / andererseits: Keine Schönfärberei

# Tascam DR-100MKII #
Bass voll, tiefe Anteil dominant
Klang recht entfernt, etwas hallig
Gegen Ende etwas 'Röhrenklang', Klänge verwischen
Generell: Es fehlt dem Klang etwas an 'Luftigkeit' (Auflösung und Transparenz)

# Tascam DR-40 #
Bass voll, etwas dröhnend
Klarerer Klang als Tascam DR-100MKII - einzelne Instrumente besser getrennt
Klang entfernt, aber recht harmonisch, vielleicht etwas 'geschönt'

# Zoom H2n #
Bass voll, aber gut begrenzt
Klang etwas hallig
Klänge recht gut voneinander getrennt
Lebendige Aufnahme, einzige mit einem 'Dschingeln' bei 42-44 Sek.

# Zoom H4n #
Bass voll, etwas zu dominant und dröhnend
Musik recht entfernt, Mitte vielleicht etwas schwach
Gesamtklang recht harmonisch, nicht so lebendig wie Zoom H2n

Ein Gedanke zum Schluss:
Wie wäre es, wenn man für solche Innen-Aufnahmen einen Tonprofi zurate ziehen würde und ihm den Auftrag gäbe, mit Geräten seiner Wahl (maximal 2 externe Mikrofone, optionaler Vorverstärker, Aufnahmegerät) gleichzeitig eine Referenzaufnahme zu erstellen - dann hätten wir zukünftig einen Anhaltspunkt, wie es eigentlich klingen sollte !

soweit ich mich erinnere war der Olympus LS-7 nur für den US Markt während es den LS-5 und LS-3 nur hier gibt.

ich möchte zunächst erstmal feststellen, wie sehr mir diese Seite von audiotranskription gefällt, weil sehr deutlich sichtbar und hörbar ist, was möglich ist, wenn persönliches engagement und erfahrung sowie begeisterung für technik und entwicklung eine gelungene verbindung eingehen. das ist wirklich klasse.
was mich bei den test noch interessieren würde, ist, wie groß die unterschiede sind wenn man gutes externes mikro über xlr anschließt. haben bei tascam 100 mk II, roland-r26 und olympus 100 die eingebauten mikroverstärker gleiche qualität, und wieviel weniger "rauscht" es bei der aufnahme bei leisen passagen...
ist vielleicht zu aufwendig, das in die tests einzubeziehen, aber interssant wäre es doch, was es dazu zu sagen und zu hören gibt.
danke für eure arbeit und danke auch für die oft so hilfreichen kommentare.

Hallo zusammen,
eure Kommentare sind mal wieder echt toll, sehr spannend und motivierend! Ich finde beide bisher genannten Anregungen wichtig und möglich!
Sobald das LS-100 offiziell auf dem Markt ist, war von uns bereits ein XLR Test fest geplant. Für die Top-Riege der Geräte werden wir wohl im Februar loslegen.
Die Idee mit der Referenz hatten wir bereits im 2010 Test aufgenommen mit Vorverstärker für 500 Euro (GoldMike mit Rode) und fanden die Referenzaufnahme nicht so gelungen (sicher kann man das noch besser machen, da werden wir mal nach Unterstützung suchen).
Viele Grüße
Thorsten

Einen Vergleich ähnlich wie Axel vorgeschlagen hat gibts schon auf taperssection:

Tascam DR100mkII Preamp Comp Vs. Schoeps VMS 52UB

http://taperssection.com/index.php?topic=153006.0

Hallo TimeBandit,

Auf den 'taperssection'-Seiten bin ich auf der Suche nach einem Gerät auch hin und wieder gelandet.
Es wimmelt von Insidern und Experten mit Geheimtipps und man muss oft den englischen Technik-'Slang' zunächst so übersetzen und aufbereiten, dass man versteht, was gemeint ist. Dann kann man jedoch was lernen.
Ich hab's versucht (beziehe mich nur auf den ersten Beitrag dort, die Tonbeispiele beim 2. Beitrag konnte ich nicht downloaden):

Folgendes Equipment wurde gemäss http://taperssection.com/index.php?topic=153006.0 für die Aufnahme von insgesamt 4 verschiedenen Live Rock Bands im kleineren Rahmen (Raum von ca. 12 x 18 m für etwa 100 Leute, Mikrofone auf ca. 2 m Höhe, Aufnahmen in CD-Auflösung mit 44.1 KHz und 16 bit) benutzt:

1.
Tascam DR-100MKII Recorder

2.
Ein 2-teiliges Mikrophon von Schoeps, bestehend aus

* Grundelement M221b mit Röhrenverstärker (Telefunken-Röhre) - Modell M221 ab 1955, Typ 'b' ab 1961 und noch bis 1985 hergestellt (siehe http://www.mikrofonbau.de/m221_d.htm#sprungmarke518).

* Mikrofonkapsel MK41, noch aktuell, Superniere, gemäss Schoeps Datenblatt (http://www.schoeps.de/de/products/mk41) hohe Richtwirkung (vergleichbar kurzem Richtrohr), relativ 'trockener' Klang (da ohne diffusen Raumschall), bevorzugter Einsatz laut Schoeps: 'Dialoge beim Filmdreh und als Stütze im Orchester'.
Es wird noch erwähnt, dass vor über 30 Jahren ungarische Fälschungen des M221 hergestellt wurden, die nach 1989 auf den Weltmarkt und vor allem in die USA gelangten, die akustisch und mechanisch aber nicht gleichwertig sind, obwohl sie die Originalkapseln besitzen.

3.
Zwei verschiedene Mikrophon-Vorverstärker (Preamps)

* Schoeps VMS-52UB, 2-Kanal mit XLR-Eingängen (1989, nicht mehr hergestellt, siehe http://www.schoepsclassics.de/1989_compact_system.htm).
Besonderheit: Mitte-Seite (M/S)-Dekodierung.
Das bedeutet, man kann mit einem Mitte-Mikrophon (z.B. Niere) und einem zweiten Mikrophon mit Acht-Charakteristik, das - um 90° zur Hauptachse gedreht - den Seitenton von links und rechts einfängt, eine Stereomischung erzeugen, deren Breite von 'Mono' (= Stereoanteil ist 0) bis 'Weites Stereo' variiert werden kann, indem man das Verhältnis Mitte-Seite verändert. Wenn man die Dekodierung statt BEI der Aufnahme erst NACHträglich am Computer vornimmt (es gibt Plugins dafür), behält man zudem alle Flexibilität.

* Apogee Mini-Me (2003, nicht mehr hergestellt).
2 Kanal mit XLR-Eingängen. Inklusive A-D-Wandler und USB-1 Interface. Ausser einem Kopfhörer-Ausgang nur Digital-Ausgänge (AES-EBU und S/PDIF).

Die 4 Aufnahmen wurden wie folgt vorgenommen:

1. Mikrofon direkt an Tascam DR-100MKII angeschlossen (2 Aufnahmen)
2. Mikrofon an Schoeps Vorverstärker angeschlossen, von dort in das Tascam DR-100MKII
3. Mikrofon an Schoeps Vorverstärker angeschlossen, von dort in den Apogee Vorverstärker und dann ins Tascam DR-100MKII.

Der Sinn von Aufnahme 3 mit dem Umweg über ZWEI Vorverstärker ist mir nicht klar. Haben die Mikrophone evtl. einen speziellen Anschluss (T 3402, Tuchel) ? Aber wie wurden sie dann in Aufnahme 1 direkt mit dem Tascam-Recorder verbunden (vielleicht Adapter) ?

## Fazit des Konzertbesuchers & Rekorders (mit insgesamt 7247' Postings' (!) - übersetzt):
"Dies war nur ein einfacher Versuch herauszufinden, ob die Vorverstärker des Tascam unbrauchbar sind oder vernünftig klingen. Meiner bescheidenen Meinung nach (IMHO) klingen sie wirklich gut."

## Mein eigenes Fazit:
Ich kann beim besten Willen aufgrund der Aufnahmen nicht beurteilen, ob die Tascam-Vorverstärker nun 'weniger gut', 'gut' oder 'sehr gut' klingen. Dazu spielen zu viele andere Faktoren eine Rolle.
Ich müsste zusätzlich je eine subtilere, ruhigere Aufnahme hören und auch Vergleichsmöglichkeiten innerhalb derselben Aufnahme haben.
Und zu den Aufnahmen insgesamt kann ich nur sagen, dass für die Produktion einer CD mehr als 2 Mikrofone nötig gewesen wären - aber das war ja auch nicht die Idee dabei.

Die gemessenen technischen Daten zum Rauschverhalten der Mikrofoneingänge finden sich übrigens unter http://www.audiotranskription.de/mikrofoneingangsrauschen.
Die Original-Tabelle unter http://www.avisoft.com/recordertests.htm wurde mittlerweile 'upgedatet' und enthält nun auch das Tascam DR-100MKII.
Rauschwerte: Tascam DR-100: -113 dBu, TASCAM DR-100MKII: -119 dBu, SONY PCM-D50: -126 dBu (gäbe es einen PCM-D50 XLR 4-Track, so hätte ich ihn wahrscheinlich schon !!). Höhere Minus-Werte bedeuten weniger Rauschen, ein Abstand von (-) 10 dBu entspricht etwa einer Verdopplung / Halbierung für das menschliche Ohr. Diese Rauschwerte sind vor allem von Bedeutung für die Aufnahme leiser (Natur-) Geräusche, weniger bei Konzertaufnahmen, wo das Grundrauschen normalerweise vom Sound überdeckt wird.

Noch ein Hinweis:
Das genannte Equipment gilt - abgesehen vom Tascam DR-100MKII - als 'High End' und hat dementsprechend seinen Preis !
Apogee ist ein Amerikanischer Hersteller von Qualitäts-Audio-Interfaces ('Stand alone' und für Computer) mit einem Fokus auf Apple Macintosh.
Klassische Mikrofone von Schoeps oder Neumann (beide 'Made in Germany') erfreuen sich weltweiter Beliebtheit und sind unter Aufnahme-Enthusiasten gesuchte Sammler-Stücke.

Danke an den obigen Leser für seine sachkundigen Erläuterungen und die Übersetzung. Der Roland R-26 läge nach der Tabellen bei avisoft noch deutlich besser als der Tascam 100 MK II und würde,was den Rauschwert über seinen XLR Eingang betrifft, sogar auf den Level des Sony PCM-D50 kommen. Das macht ihn nun wirklich sehr interessant, wenn man die vielen Spuren berücksichtigt, die der Tascam wohl nicht aufweist.

Das ist auch unser Eindruck, das der Roland vor dem Tascam liegt!

Hallo Axel & Thorsten,

Sehe ich auch so.
Das Roland R-26 ist wohl mit Abstand das flexibelste Gerät in dieser Runde und hat mit -124 dBu gemäss 'Avisoft' tatsächlich ein sehr geringes Rauschen an den XLR-Eingängen.

Maximal 6-spurige Aufnahme mit ...

a) 4 internen Mikrofonen und den 2 XLR-Eingängen
b) den beiden XY-Mikrofonen (90° Stereoposition) und 4 externen Mikrofonen über XLR und Mini-Stereoklinke.
c) den 4 internen Mikrofonen plus einer variablen Stereomischung aller 4 auf den Spuren 5+6.

Ich habe mich in meinem Höreindruck oben beim R-26 kritisch zum Ergebnis der Konzertaufnahme geäussert und kann über die möglichen Gründe nur spekulieren:

1. Ich höre 'Gespenster' mit meinem Eindruck vom 'Röhrenklang' gegen Ende der Aufnahme.

2. Es war doch irgendwie ein Limiter/Kompressor aktiv (das wäre bei der anspruchsvollen Aufnahme mit grossen Dynamikunterschieden ja denkbar), der diesen (für meine Ohren) etwas eingeengten Ton erzeugt hat.

3. Es kann bei Verwendung von mehr als einem Mikrofon grundsätzlich auch zu Phasen-Auslöschungen kommen, wenn sich durch unglückliche Aufstellung der Mikrofone zueinander die Wellentäler und -Berge der Tonschwingungen überlagern und gegenseitig aufheben. Das sollte ja eigentlich bei Verwendung der FIX eingebauten und justierten Mikrofone nicht passieren.

Vielleicht haben sich einige gefragt, warum hier jemand viel zu lange Kommentare beisteuert und teils Fragen aufwirft, die niemand so recht beantworten kann.

Der Grund ist simpel. Ich freue mich, dass es eine Website wie diese gibt. Einfach und direkt, mit Tests statt Vermutungen, ohne unverstöndlichen Technik'slang'.

Und dachte mir, wenn ich eh Sachen in Internet nachschlage, mir meine Gedanken mache, dann kann ich sie auch notieren und online stellen, vielleicht interessiert's den Einen oder Anderen ja.

Man vergisst dabei natürlich leicht, dass dies kein reines Diskussionsforum ist, sondern auch ein Webshop, der die besprochenen und getesteten Geräte auch verkauft.
Ich kann nur hoffen, dass diejenigen, die sich wie ich über diese informative Website und die unverkrampfte Diskussion mit den Betreibern freuen, das nicht ganz vergessen.

Ich selbst muss gestehen, dass ich so gesehen im Augenblick eigentlich keinen Grund habe, hier zu sein, denn ich habe alles, was ich brauche. Trotzdem faszinieren mich die neuen Rekorder mit XLR-Anschlüssen, und es kann gut sein, dass ich bei einem wirklich überzeugenden Modell dann doch schwach werde und zugreife - wenn möglich, natürlich bei Audiotranskription :-)

Es ist nun etwa 2 Jahre her, dass mich das Hörspiel-Fieber gepackt hat und der Wunsch, es selber auch mal zu versuchen.
Vorletztes Jahr wurde so die erste selbstverfasste Story vertont - nur ich und ein Freund. Das Ergebnis ist noch optimierbar, aber kann sich doch hören lassen.

Verwendet wurde dazu ein Olympus LS-10, 2 bezahlbare Grossmembran-Mikrofone von Rode und Studio Projects und ein Audio-Interface von E-MU, dass sich auch 'stand alone' verwenden lässt, denn einen Computer mit störendem Lüfter wollte ich nicht benutzen.

Natürlich hatten wir keinen Aufnahmeraum sondern einfach einen grossen Tisch in einer Wohnküche. Entsprechend war dann auch reichlich Hall vorhanden, der teils störte.

Vergangenes Jahr folgte dann ein zweiter Versuch, und diesmal hatte ich mir in den Kopf gesetzt, es mit Stereoaufnahmen zu versuchen, um etwas mehr Räumlichkeit zu erhalten. Zweimal Stereo hiess dann aber 2 zusätzliche Mikrofone (je ein Rode und ein Studio Projects), ein weiterer Recorder (Olympus LS-5) und ein weiteres Audio-Interface von E-MU. Zudem kamen - um das Hall-Problem etwas in den Griff zu kriegen - noch ein Paar gebogene, transportable Plastikwände dazu, die auf der Innenseite mit geripptem Schaumstoff ausgekleidet sind und um das Mikrofon herum aufgebaut werden.
Der Vorschlag von Gastautor Philipp Georges in seinem Beitrag 'Mobile Rekorder für Hörpiele' (http://www.audiotranskription.de/hoerspiele), in eine mit Schaumstoff ausgekleidete Kiste zu sprechen und sich zusätzlich noch eine Decke über den Kopf zu ziehen, um den Schall von hinten abzublocken, mag vielleicht akustisch gerechtfertigt sein, aber er ist - ehrlich gesagt - ansonsten weniger inspirierend !

Das Ergebnis fiel gemischt aus - einerseits mehr Räumlichkeit, anderseits weniger einheitliche Aufnahmen und damit die Schwierigkeit, die teils recht unterschiedlich klingenden Dialoge aneinander zu schneiden. Gute Stereoaufnahmen sind und bleiben eine Kunst und Wissenschaft für sich !
Da für diesen 2. Versuch die Aufnahmen nun auf 2 verschiedenen Geräten gespeichert waren und unser Team zudem auf 3 Personen angewachsen war, kam zudem der Wunsch auf, in Zukunft alles auf EIN Gerät aufzunehmen zu können.
3 Personen je 2 Spuren ergibt bereits 6 Spuren - und jede benötigt Phantomspeisung für die Mikrofone. Was tun ? DOCH den Computer benutzen, an den sich ein Audiointerface mit 8 XLR-Eingängen anschliessen liesse ? Das wäre eine Möglichkeit.

Es gibt noch zwei andere.
1.
Das Zoom R-24 ist ein 'Stand alone'- oder USB-Computer-Interface mit 8 XLR-Eingängen, davon 6 mit Phantomspeisung, das gleichzeitig 8-spurig aufnehmen kann. Zudem ist es bezahlbar.
Also eines bestellt und ausprobiert. Störungen auf allen Kanälen beim Einschalten der Phantomspeisung, die auch bei Batterie- statt Netzbetrieb nicht verschwanden. Mikrofone gewechselt, Kanäle geändert, Kabel getauscht - es half nichts und deshalb ging das Gerät am nächsten Tag zurück - leider.

2.
Tascam DR-680. Das einzige digitale 8-Spur-Gerät für Speicherkarten, das sich noch bezahlen lässt. 6 Eingänge mit Phantomspeisung (4 XLR, 2 Stereoklinke) und zusätzlich 1 digitaler Stereo-In - macht maximal 8 Spuren gleichzeitig.

Keine Möglichkeit, das Gerät auszuprobieren, ohne es vorher zu kaufen. Kann man es riskieren ? Immerhin hat Tascam einen guten Namen im Profibereich.
Also Internetrecherche - Suche nach Testberichten und Tonbeispielen. Es gibt sie tatsächlich und sie sind fast alle wohlwollend. Und der Preis ? Leider hoch bei uns und tief in Amerika - viel tiefer. Also schweren Herzens in Amerika bestellt und gehofft, dass ich kein Problemgerät erhalte. Und ... Glück gehabt ! Es funktioniert, der Ton ist gut, das Rauschen tief, ich bin zufrieden.
Es sind seither 2 weitere Rode-Mikrofone mit verstellbarer Richtcharakteristik dazugekommen und mit dem RME Quadmic sogar ein richtig guter Vorverstärker, der sich 'auf die Schnelle' mit seinen 4 Eingangs-Drehreglern angenehmer bedienen lässt als die Druck- und Drehtasten des Tascam-Recorders, wenn's etwas hektisch zu und her geht.
Im grossen und ganzen ist die Bedienung des Tascam aber logisch und angenehm, und die neuste Firmware bringt noch ein paar zusätzliche Verbesserungen.

Seither bin ich also am experimentieren auf der Suche nach dem optimalen (Sprach-)Sound, und zudem ist das zweite Hörspiel immer noch in Bearbeitung, obwohl es eigentlich längst fertig sein sollte.
Ich werde mich deshalb nun wieder der kreativen Arbeit zuwenden und vom Lesen von Testberichten und Verfassen von Kommentaren abwenden.
Aber sicher schaue ich gelegentlich mal wieder bei Audiotranskription vorbei, dazu bin ich einfach zu neugierig, was sich so tut bei den Audiorekordern.

Ich wünsche Ihnen für die Suche nach dem guten Klang alles Gute! Danke für ihre inspirierenden Beiträge. Wir werden sicher einige davon zum Anlass für weitere Arbeiten nehmen. Mal sehen wie das Ganze in einem Jahr aussieht - sie werden es sicher lesen&hören können.
Viele Grüße
Thorsten Dresing

Nönö die Beiträge vom lesenden Hörer sind durchaus interessant und gut nachzuvollziehen. Gut auch das beim Vergleichstest update hinzugefügt wurde von welcher Position aus im Saal das Orchester aufgenommen wurde. Was für mich der ebenfalls hauptsächlich sowas aufzeichnet auch eine wichtige Info ist. OK im Orchestersaal ist das vielleicht nicht ganz so schlimm weil man da ja eh daraus aus ist auf jedem Sitzplatz eine gute Akustik zu haben. Aber in anderen Gefilden sieht das schon anders aus. Im Berliner Huxleys neue Welt (eine Band die den Audiomitschnitt ausdrücklich duldete) klangen 2 parallel gemachte Aufnahmen total unterschiedlich weil eine vom Parkett etwa 5m vorm Mischpult gemacht wurde während ich oben auf dem "Balkon" war.

ich will'n D50, nur: wo gibt's das für - sagen wir z.B. 50,- €???

Hallo Andy... selten so gelacht *g*. Dass Du das Gerät haben willst ist verständlich aber das mit den 50Eur ist nicht erst gemeint oder ????

Für 50 € bekommste vielleicht mit Glück nur eine Mikrofonkapsel des D50. :)

Ansonsten wäre ja interresant ob schon hier einer Gehört hat ob es von Yamaha ein neues Gerät gibt. Den Pocketrak W24 finde ich von den kleinen "Feuerzeug großen" Geräten immer noch am besten. Nur wurmt es mich dass das Gerät keinen nahtlosen Übergang in eine neue Datei beim Erreichen der 2 GB Grenze schafft.

Ich suche gerade ein Gerät bis 300€, das mir die besten Ergebnisse liefert für:
Gesang akapella bis 4 Personen
Gesang mit Akustik-Gitarre bis 4 Personen
Gesang mit Klavier (oder E-Piano) bis 4 Personen.

Bin für alle persönlichen Meinungen und Vorschläge offen :)
Danke!

Hallo Isy,
Zoom H2n?

Hallo, verehrtes audiotranskriptions-Team, verehrte recorder-Gemeinde,

nach gut 10 Jahren Konzertaufnahmen (Chor und Orchester) auf DAT (Tascam DA-P1 mit 2 Sennheiser MD 441 - Mikros sowie nun einiger Zeit mit dem H2 (die DAT - Aufnahmen klangen irgendwie doch noch etwas besser, luftiger und transparenter) stieß ich nun bei der Recherche nach Verbesserungen auf diese sehr gut gemachte Internetseite. Gratulation!
Das Roland R-26 mit den XLR-Anschlüssen kommt meinen Vorstellungen von allen Geräten am nächsten, denn ich möchte meine o.g. Micros weiter verwenden. 1.Frage: Hat schon jemand Erfahrung mit dynamischen Micros am R-26? Am großen Marantz PMD 6?? eines Freundes funktionieren sie hervorragend, aber das Teil ist auch noch teurer und nicht so flexibel.
2. Nach Schnelldurchsicht der Bedienungsanleitung des R-26 (pdf-download)komme ich zu dem Schluss, dass man zwar die (bis zu) 3 Stereo-Kanäle in unterschiedlichen Lautstärkeanteilen mischen kann, aber nur an den Kopfhörerausgang zum Abhören. Ein digitales Zusammenmischen im Gerät ist wohl nicht möglich. Das soll wohl dann mit der beigelegten windows-software möglich sein. Da ich Apple-user bin (G5 mit OS X 10.4.11), wüßte ich gerne, womit ich das bewerkstelligen kann.
3. Die Dateigröße beim R-26 ist auf max. 2GB begrenzt. Zählt nun jede Stereo-Spur als eine Datei oder bei max. 3 Stereo-Spuren das gesamte Projekt? Im letzten Fall wäre man bereits bei 44.1/16bit nach etwa 1h bei 2GB, bei höheren Einstellungen auch deutlich schneller.
4. Bei 96 kHZ / 24 bit und 3x2 Kanäle fallen pro sec. ne Menge Daten an. Welche Spezifikation hinsichtlich der Geschwindigkeit sollten die SD-Karten haben? Sind die schnellen zu empfehlen wie in einer Spiegelreflexcamera (Serienaufnahmen)?
5. Ist es sinnvoll, Live-Konzerte (s.o.) mit höherwertigen Einstellungen zu machen und erst nach Zusammenmischen und Schneiden auf das CD-Format 44.1/16 zu bringen?
Ich freue mich auf Antworten.
LG basser 51

Hallo Basser51,
danke für ihren schönen Beitrag. Hier antworten auf ihre Fragen:
zu 1: Ja, es wurde sogar eine Vergleichsmessung der Rauschabstandes und weiterer Werte vorgenommen und das Roland schneidet sehr gut ab. Hier nachzulesen: http://www.avisoft.com/recordertests.htm
zu 2: Digitales Mischen geht am Rechner grundsätzlich schneller und besser. Kostenfrei geht das mit Audacity oder GarageBand. Es gibt zudem zahlreiche Kaufprogramme wie Cubase.
zu 3: Üblicherweise hört die Aufnahme dann ja nicht auf sondern wird in eine zweite Datei weiter fortgesetzt.
zu 4: Class 6 mindestens, lieber Class 10
zu 5: Immer!! (Wenn es wichtig ist)
Viele Grüße
Thorsten Dresing

Zu Punkt 5: Das wichtigste ist die Aufnahem in 24 Bit zu fahren, man kann somit die Pegel recht konservativ halten ohne Angst vor Clipping und dafür später bei der Nachbearbeitung aufs Maximum aussteuern, man hat da auch mehr Reserven bei 24 Bit.

96 KhZ bringt hingegen nur bei Natur - Atmo Aufnahmen bzw Akustikkonzerte Sinn. Bzw. nutzt den Rekorder zum abgreifen der Aufnahme am Mischpult (wenn es auch voll 96 khZ tauglich ist).

Bei anderen Aufnahmen wo die PA eh nur bis 20 oder mit Glück 22 kHz in den Höhen mitspielt bzw die Mikros nur so hoch gehen ist das in meinen Augen nur verschwendeter Speicherplatz.

Hallo Herr Dresing,

vielen Dank für die Antworten. Ich werde zu gegebener Zeit bei Ihnen bestellen.
An anderer Forumstelle vom 21.1.12 ist die Rede von einem XLR - Test (Februar?). Was verbirgt sich genau dahinter und wie ist möglicherweise der Stand der Dinge?

@ TimeBandit: auch hier Danke hinsichtlich der Bemerkungen zur Abtastfrequenz. Wenn ich mich recht an sehr lange zurückliegende Abhandlungen in Fachzeitschriften erinnere (Stereo?), so muss ja nach dem Theorem eines Herrn Nyquist die Abtastfrequenz mehr als doppelt so hoch sein wie die höchste aufzunehmende Frequenz, damit sie vollständig aufgezeichnet wird.
D.h. wenn meine MD 441 Micros lt. mitgeliefertem Messblatt bis 20 kHz gehen, müsste 44.1 kHz bei einer Aufnahme eigentlich immer reichen, oder bringen dann auch 48 kHz eine insgesamt bessere Abtastung?

LG basser 51

Der XLR-Test steht für uns noch auf dem Programm, der Termin wird aber sicher im Sommer liegen. Avisoft hat bereits einen sehr guten XLR Test mit Messungen gemacht: http://www.avisoft.com/recordertests.htm
Vg
Thorsten

Ohne jetzt allzu stark in irgendwelche Aberglauben abzudriften kann eine Aufnahme in 48 kHz doch noch was bringen, besonders wenn man sich im Vorfeld informiert was für ne Anlage in der Konzerthalle drin ist (halt wie hoch die Boxen gehen in der Frequenz) und welchen Character deine Mikros haben, wenn die oberhalb von 20 khZ sanft abfallen könnte eine 48 kHz Aufnahme doch ein wenig klarer klingen, quasi etwa genauso als wenn man die Höhen nachträglich mit nem Highshelf Filter in der Postpro nachträglich etwas "öffnet" nur etwas subtiler.

Das meiste macht jedoch eine vernünftige Positionierung der Mikros aus, das man möglichst im "Sweet Spot" der Halle aufnimmt wo der Klang am besten ist. (Kann man meistens wenn eine klassische PA hängt mit Boxen links und rechts gut im Kopf mit dem Stereodreieck grob überschlagen), wobei das in jeder Location anders ist. Ist die Konzerthalle eher ein "Schlauch" und stark gedämmt (wie im Kino) sollte man so nah es geht an der Klangquelle sein.

Und bei bestimmten Sachen kommt man um bestimmte Frequenzraten nicht drum, z.B. für professionelles Blue Ray Authoring ist 96kHz der Standard.

Jetzt frage ich mich nur:"welcher dieser Geräte stört bei Klinke-Klinke am wenigsten den Empfang meines Sony Srf-S84(Radiowalkman)"?
Eventuell der Zoom H2n?
Am besten gar nicht.

Hallo Andi,
das haben wir nicht getestet und können hierzu daher keinen fundierten Angaben machen.

Hallo,
so eine informative Seite macht einfach Spaß!
Hier sind viele Fachleute unterwegs und ich meine auf der Suche nach hochwertigsten Geräten.
Ich suche was für die Vertonung von 360 Grad Panoramen, aber gelegentlich mache ich auch Diashows. Also Atmo und Konzertaufnahmen. Das ganze aber eher im Hobbybereich.
Zoom h2n oder LS-5, oder wäre auch was günstigeres denkbar?

H2n macht rauschärmere Aufnahmen, LS-5 ist deutlich besser verarbeitet, rauscht in leisen Passagen aber leider doch etwas. beide sind dafür gut nutzbar, bitte auf Basis der Hörproben ATMO entscheiden.
Viele Grüße
Thorsten

Hallo zusammen. Zunächst mein großes Lob an diese Webseite hier, ich denke, hier bin ich gut aufgehoben.
Ich habe mich gegenwärtig auf den R-26 eingeschossen, tagelang Kundenbewertungen (eure hier inbegriffen) ausgewertet und Testberichte gelesen. Mir fällt die Entscheidung immer noch schwer.

Jetzt habe ich ein paar Fragen bezüglich Roland R-26, da ich kurz vor meiner Kaufentscheidung stehe und das Gerät für das Tonangeln am Filmset einsetzen möchte. Absolut vorrangig ist für mich:

1. Hervorragende Tonaufnahme
2. Super Rauschverhalten

3. Wer von euch hat schon Erfahrungen im Einsatz des Gerätes für Videoshots? Würde mich über ein paar Praxisberichte aus dem Bereich Filmdreh sehr freuen.

4. Welchen max. Schalldruck vertragen die Mics verzerrfrei?
5. Welche externen Mics (so 500 Euro würde ich schon dafür ausgeben) mit Phantomspeisung harmonieren am besten mit dem R-26

Oder wäre ich mit dem Marantz PMD-661 besser bedient?

Hallo und danke :)
zu 2: Hier kannst du die Werte nachlesen: http://www.avisoft.com/recordertests.htm das R-26 bewegt sich auf hohen Niveau, nahezu identisch zum Marantz PMD661.
zu 3: Leider keine persönlichen, Kunden von uns nutzen es aber dafür
zu 4: Konnten wir keine Angaben finden
zu 5: Dafür sind wir nicht mehr die richtigen Ansprechpartner, weil wir hier zu wenig Erfahrung haben. Uns interessieren die Geräte alleine.

Ich präferiere das Roland vor dem Marantz, weil man bereits mit den internen Mikros eindrucksvolle Aufnahmen machen kann.

Viele Grüße
Thorsten Dresing

Wer vor einer USA Order keine Angst hat empfehle ich den Marantz 661er mit Oade Super Mod. das ist mit das rauschärmste was man in dieser Klasse bekommt. Und ihre Mikros werden das Gerät lieben ;)

Allerdings bedenken die Garantie liegt dann bei Oade, bzw. liegt das Gerät auch evtl schon über der Zollfreimenge.

Hallo,

Vielen Dank für Eure tollen Informationen und Tests und die Begeisterung, mit der Ihr Euren Beruf ausübt.
Nun meine Fragen: ich suche einen Audiorekorder, mit dem ich bei Jazzfestivals Konzerte aufnehmen kann, was ich bisher mit einem MD-Recorder und den OKM-Mikrophonen getan habe.
Dabei stehe ich meistens vor oder hinter der Bühne; auf jeden Fall muss ich das Aufnahmegerät meist in der Hand halten. Das Gerät sollte daher nicht zu schwer und nach Möglichkeit auch leicht zu bedienen sein. Am liebsten würde ich zukünftig nur mit den internen Mikrophonen aufnehmen.
Bisher war der Olympus LS-5 mein klarer Favorit (gefällt mir einfach gut); nach dem neuen Vergleichstest denke ich jetzt auch an den Sony D-50 (evtl. auch an den Sony M-10), den Tascam DR-100MKII und an den Roland R-26. Wie einfach ist bei diesen Geräten die Bedienung? Gibt es gute Alternativen?

Ich habe gehört, dass ich, um gute Aufnahmen zu erhalten, zumindest mit 44.1 kHz und 24 bits aufnehmen sollte. Bei mehreren Konzerten bräuchte ich daher mehrere Speicherkarten, wenn ich keinen PC zur Speicherung dabei habe; gibt es eine Möglichkeit, den Inhalt einer Speicherkarte irgendwo zwischenzuspeichern, ehe ich alles zu Hause auf den PC übertragen kann?

beste Grüße
Jochen

Hallo Jochen,
danke für deine Fragen! Hmm nicht ganz so einfach zu beantworten. In der Hand halten geht mit dem LS-5 aufgrund der Größe sehr gut, aber wie bei allen Rekordern gibt es leider deutlich hörbare Griffgeräusche, wenn während der Aufnahme deiner Finger sich bewegen oder du sogar etwas drehst oder drückst. Das ist quasi nicht zu verhindern - bei keinem Rekorder sind die Mikros wirklich vom Gehäuse entkoppelt. Deine nachgelagerte Auswahl ist zudem wirklich riesig, das sind ordentliche DINA5 Brickets die du dann in der Hand hast und bei einem langen Konzert würde ich vermuten, artet das in Armtraining aus - sagen wir es so, klein und portabel ist da etwas anderes :) Dem M10 (der ja klein wäre) fehlt leider völlig eine gute Atmoaufzeichnung und gerade die könnte bei einem Livekonzert wichtig sein. Der LS-5 ist da schon eine ganz gute Wahl, ich würde zudem mir den H2n noch mal anhören und schauen. Der ist klein (nicht so schön verarbeitet) hat aber klanglich auch in der besseren Liga Zugang.
Mehrere Speicherkarten brauchst du nicht zwingend, es reicht eine 8GB oder 16GB, die für rund 6-12 Stunden Aufnahmen ausreichen. Zwischenspeichern auf externem Speicher ohne Rechner ist sicher technisch möglich, da fehlt mir aber das konkrete Know-How.
Viele Grüße
Thorsten

Bei Konzertaufnahmen empfehlen sich eigtl immer externe Mikros, weil die internen bei den Meisten Geräten keinen hohen SPL Pegel aushalten und das Risiko besteht das die Aufnahme direkt durch das Mikro verzerrt wird - also auch wenn die Pegelanzeige am Gerät kein Clipping anzeigt! Eine Aufnahme bei 24 Bit 44 khz hat bei 2 GB etwa eine Länge von 2 Stunden. Empfehlenswert sind hier auch Olympus LS-5, Sony PCM M10, oder alle von Marantz die ein guten Mikrofonverstärker haben. Die meisten Geräte fangen lückenlos bei der maximalgröße von 2 GB eine neue Datei während der Aufnahme an. Für ein Abend sollte bei 24 / 44.1 eine 4 GB Karte ausreichen, zudem die meisten Geräte ja noch internen Speicher haben.
Benutze lieber mehrere kleine Speicherkarten a 4 GB, z.B. für jede Band eine ... die meisten Geräte unterstützen zwar SDHC bis 32 GB, aber wenn eine große Karte kaputt geht sind natürlich alle Aufnahmen futsch ...

Ich bin bei der Überlegung Roland r-26 oder Tascam 100DRII auf diese Seite gestoßen. Ausgang ist mein hoher Frust über das Zoom H4n. Dieser Recorder kommt in den vielen Test gut weg, das mag an der guten Aufnahme Qualität der eingebauten Mics liegen. Eine absoluter Schwachpunkt sind die eingebauten PreAmps. Hier fällt das Zoom weit hinter die beiden Kanidaten oben zurück und wehe man hat ein Mic mit niedriger Eingangsempfindlichkeit, dann ist hier eine mittlere Katastrophe angesagt. Für mobile Lösungen ohne zusätzlichen Vorverstärker - klassische Anwendung geangelter Ton mit einem Richtmikro - ist das H4n schlecht geeignet. My 2 cts.

Hallo Herr Dehling und das Audiotranskriptionsteam!

Danke für die Telefonberatung!

Dieser Vergleichsest Tascam DR-40 / Zoom H4n dürfte auch für euch interessant
sein (Sprachaufnahme Minute 3:35 - 5:09):

http://www.youtube.com/watch?v=QmwuS9QOlvs

Hier ist sehr schön der Unterschied der Mikrofonierungsarten zu hören.

Gruß,
Bernhard

TimeBandit schrieb am 29.02.2012:

"Das wichtigste ist die Aufnahmen in 24 Bit zu fahren, man kann somit die Pegel recht konservativ halten ohne Angst vor Clipping und dafür später bei der Nachbearbeitung aufs Maximum aussteuern, man hat da auch mehr Reserven bei 24 Bit."

So die schöne Theorie. Leider kann man sich jedoch bei weitem nicht darauf verlassen, dass ein mit 24bit beworbener Recorder dieses Auflösung auch wirklich bieten kann. Irgendwo im Netz hab ich z.B. Hinweise darauf gefunden, dass der Zoom H4n in Wirklichkeit nur mit einer effektiven Auflösung von 14bit aufwartet (und das deckt sich durchaus mit meinen ungemessenen Beobachtungen).

Wenn man dann im Vertrauen auf die schönen 24bits und um Clippings zu vermeiden niedrig aussteuert, ist man reingefallen: Die unteren 10bit sind Rauschen der Wandler und der digitalen Signalverarbeitung, der Headroom ist nicht genutzt, und aufgrund der notwendigen Verstärkung kommt am Ende keine saubere Aufnahme mehr heraus.

Wenn man hingegen im Sinne einer optimal aufgelösten Aufnahme höher aussteuert und zur Vermeidung von Clipping auf die Wirkung von Hochpass und Limiter setzt, ist man ebenso reingefallen: Im H4n sind diese nämlich, so hört und liest man, digital ausgeführt, kommen also erst nach dem A/D-Wandler zum Zuge — aber dann ist der Schaden schon unwiederbringlich angerichtet, das Signal ist hier schon kaputt.

Beim H4n also Finger weg vom Limiter, und 24bit kann man sich ebenfalls sparen. Der Hochpass kann hilfreich sein, um sich später am PC einen Verarbeitungsschritt zu ersparen. Oft sind es aber tiefe Frequenzen, die Übersteuerungen verursachen, und ein digitaler Filter hilft gegen diese im Gegensatz zu einem analogen eben gerade nicht.

Was man also wirklich, wirklich will, ist einen Rekorder, der von mir aus nur 16bit anbietet, bei dem Hochpass und Limiter aber im analogen Teil angesiedelt sind, also direkt nach der Vorverstärkung.

Leider halten sich die Hersteller hierzu oft bedeckt, in diesem Fall muss man dann sicher mit dem Schlimmsten rechnen.

Beim Tascam DR-100 (http://tascam.com/product/dr-100/) stand noch: "It features four built-in microphones, two cardioid and two omnidirectional, with analog limiting and filtering for great-sounding recordings." Beim neuen DR-100MKII (http://tascam.com/product/dr-100mkii/) ist davon aber schon keine Rede mehr.

Ein Lichtblick ist Roland mit dem R-26. Im Datenblatt (http://www.avisoft.com/R-26.pdf) ist zu lesen: "The R-26 is equipped with Roland’s proprietary IARC (Isolated Adaptive Recording Circuit) on the inputs for the built-in mics and as well as the external inputs. This analog circuit is completely isolated from the digital circuitry and has its own power supply, reducing digital noise and achieving very clear sound." und "The back end of the mic preamp is fitted with a limiter and low-cut filter." Dieser scheint gut zu funktionieren (http://www.delamar.de/test/roland-r-26-testbericht/2/): "Was bei der Pegelaussteuerung fehlt, ist eine Automatik. In sehr dynamischen Umgebungen oder für eine Backup-Spur könnte diese hilfreich sein. Da der Limiter in unseren Tests gut gearbeitet hat, kann man das jedoch verkraften." — mir persönlich ist ein guter Limiter ebenfalls allemal lieber als eine Aufnahmeautomatik, da man bei dieser nie weiß, wie das Ergebnis aussehen wird.

Über meinen vor Jahren gekauften H4n (mit dem man unter "gut genugen" Bedingungen natürlich dennoch sehr schöne Aufnahmen machen kann — die beschriebenen Probleme kriegt man aber mit Sicherheit in "Krisensituationen") ärgere ich mich wegen der obigen Miss-Features schon lange. Da ich ihn jetzt aufgrund eines Unfalls (Mikrofon ab) ersetzen muss, hab ich mir hier gerade den R-26 bestellt, über den ich auch erst durch diese Seite erfahren habe.

Bitte weiter so mit eurer hochinteressanten Website und den objektiven Tests! Ich kenne nichts Gleichartiges im Web. Aber bitte versucht in Zukunft bei euren Gerätevorstellungen herauszukriegen, wo jeweils der Low-Cut, der Limiter und - ja, auch! - die Empfindlichkeitsanpassung bzw. Pegelverstärkung verbaut sind! Ich finde es dramatisch, dass fast keine Rezension im Internet über diese wichtigen Details informiert.

Leider muss ich meine obige Aussage vom 24.02.2013 über den Roland R-26 revidieren, denn wie es aussieht sind auch bei diesem Hochpass und Limiter digital ausgeführt. Bei Einschalten des Limiters wird der Gain des Vorverstärkers so reduziert, dass ein zusätzlicher Headroom von 6dB entsteht; nach der A/D-Wandlung wird das Signal dann digital wieder um bis zu 6dB angehoben, eben so, dass das digitale Ausgangssignal unterhalb von 0dB bleibt. Dies kann natürlich nur klappen, wenn die Peaks im analogen Eingangssignal den geschaffenen Headroom von 6dB nicht überschreiten. Nach Aussage von Roland hat ein solchermaßen realisierter Limiter aber den Vorteil, weniger Noise und Verzerrungen zu verursachen als ein rein analog arbeitender.

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