Testbericht zum Zoom H2n
15.09.2011
In den letzten 3 Tagen haben wir intensiv gearbeitet, um den seit 12.09.2011 verfügbaren Zoom H2n auf Herz und Nieren zu testen. Er ist der Nachfolger des wahrscheinlich am meisten verkauften, digitalen PCM-Aufnahmegerätes in Deutschland: dem Zoom H2. Der H2n zeigt eine ganze Reihe von (notwendigen) Verbesserungen gegenüber seinem Vorgänger. Dazu gehören eine deutlich längere Batterielaufzeit, bessere Aussteuerung über Drehrad, eingebauter Lautsprecher und ein größeres Display. Unser Testbericht zeigt Ihnen unsere Eindrücke, Fotos, Fakten und Hörbeispiele, die wir für Sie aufbereitet haben.
Zusatz 16.11.2011: Heute wurde der Zoom H2n mit dem Roland R-26 unter 11 Rekordern zum Testsieger in der Musikaufnahme gekürt. Details dazu hier in unserem Vergleichstest.

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Vor gut 4 Jahren war der Vorgänger eine echte Überraschung zu einem wirklich günstigen Preis. Leider musste man dort mit schlechter Verarbeitungsqualität, häufigeren Defekten, kleinem Display, kurzer Batterielaufzeit und weiteren Kompromissen rechnen. Auch in den Aufnahmetests verortete der H2 sich eher auf den hinteren Plätzen. Im Vergleich zum Olympus LS-10, war dessen Darstellung der Höhen und der Raumtiefe hörbar klarer. Wir hatten uns daher schon 2010 dazu entschlossen, ihn nicht mehr zu verkaufen. Der H2n ist nun das mit viel Vorfreude dringend erwartete Update, das uns in vielen Punkten überzeugt.
Optik, Verarbeitung und Handling
Endlich sieht er nicht mehr wie ein Rasieraparat aus, erinner noch immer an ein Großmembranmikrofon und ist insgesamt moderner geworden! Dennoch lässt sich die Verwandschaft auf den ersten Blick erkennen. Der schwarze Klavierlack-Look, die vergoldeten Klinkestecker (für Mikrofon/Line-Input und Kopfhörer/Line-Output - wobei der Line-Eingang leider kein echter ist, also niedrig auspegeln!), das größere Display - all das wirkt erwachsener und hochwertiger als beim Vorgänger Zoom H2. Er ist eine gelungene Evolution: optisch ähnlich, aber mit besserem Material und Verarbeitung gegenüber dem H2. Wir finden das Retrodesign schick und angemessen umgesetzt, ob einem der Mikrofon-Look gefällt ist Geschmackssache. Dezent ist er jedenfalls nicht.
Der H2n liegt mit 130 Gramm (plus Batterien) gut in der Hand (67.6 (B) x 113.8 (T) x 42.7 (H) mm), es wackeln lediglich 2 kleine Tasten, ansonsten sitzt alles sehr fest. Die Knöpfe haben einen guten Druckpunkt, nur die wichtige Aufnahme-Taste lässt etwas Feedback vermissen (habe ich jetzt gedrückt?). Die Platzierung auf der unteren Kante empfinden wir als ungünstig. Die Aufnahme "aus-der-Hand" wird dadurch leider erschwert, beim Hinstellen auf eine Unterlage lässt sie sich aber gut nutzen.

Wirklich gut ist das neue Aussteuerrad an der Seite, auch wenn es aufgrund der Größe für sehr große Finger nur schwer präzise gedreht werden kann. Wenn man das Gerät in der Hand hält, verdeckt man das Rad leider leicht unbeabsichtigt, Linkshänder sind hier im Vorteil. Das Zoom H2n ist also eher ein "ich-steh-lieber"-Modell und dass macht er auch mit Bravur. Er steht ohne Stativ stabil auf Gumminoppen auf dem Tisch. Trotzdem besitzt er zusätzlich ein Stativgewinde auf der Unterseite, dass sich an handelsübliche Ministative anschrauben lässt. Im Zubehörpaket gibt es einen Adapter, um das Gerät auch auf einem Mikrofon-Klemmhalterung zu befestigen.
Die Playtaste des H2n ist programmierbar, um bei der Aufnahme Marken setzen zu können. Das Pausieren funktioniert nur mit gleichzeitigem Markieren, eine Pause ohne Markierung am Gerät selbst gibt es wohl nicht (Handbuch S.77). Eine echte "Pause-Taste" existiert leider nur auf der optionalen Fernbedienung. Trotzdem ein Fortschritt, musste man beim H2 die Dateien noch immer über Stopp beenden und hatte dann die Datei abgespeichert, ohne an ihr weiter aufzeichnen zu können.

Display und Menüführung
Das Display ist deutlich verbessert worden. Es ist groß, hell, kontrastreich und inhaltlich logisch aufgebaut. Die Menüführung ist ähnlich dem Zoom H4n, alle Optionen werden über ein Jog-Wheel an der Seite gesteuert. Hoch-Runterdrehen blättert durch das Menü, drücken des Rades bestätigt. Da das Jog-Whell sehr leichtgängig ist muss man dabei jedoch recht präzise drücken, um nicht versehentlich weiter zu blättern. Mit ein wenig Übung lässt sich der Druckpunkt aber gut treffen.
Merkwürdig: Die Hintergrundbeleuchtung des Displays funktionierte an keinem der uns vorliegenden Geräte richtig. Wir vermuten hier einen Firmware-Fehler, gehen dieser Sache aber beim Hersteller nach. - Das Problem wurde mittlerweile behoben.
Lieferumfang
Der Vorgänger H2 punktete damals mit einem zusätzlich großen Lieferumfang, das Zoom H2n folgt hier aber dem allgemeinen Trend und wird komplett ohne Zubehör geliefert, sogar ohne USB-Kabel. Im Basislieferumfang ist Steinberg WaveLab LE7 als Editiersoftware mit dabei. Zudem liefert Zoom das Gerät mit einer 2GB SD-Karte aus. Ein optionales Zubehörpaket ist für 39 Euro erhältlich und bietet neben Stativ, Tasche, einfachem Windschutz, Kabel, Netzteil auch eine Fernbedienung, die auch Indexpunkte in Aufnahmen setzen lässt und eine echte Pauseoption anbietet. Einen passenden Fellwindschutz für Außenaufnahmen haben wir von Rode gefunden.

Stromversorgung
Der Hersteller verspricht eine Batterielaufzeit von ca. 20 Stunden, was der H2n auch erfüllt. In unserem Batterietest hielten die Akkus (2700) 20,45 Stunden durch. Zwei AA-Batterien sind bereits im Lieferumfang enthalten. Der H2n lässt sich zudem per Netzteil oder USB-Stromversorgung betreiben und natürlich auch als USB-Mikrofon nutzen. "Marketing-technisch" geschickt genutzt finden wir, dass Zoom explizit eine "Datenrettungsfunktion" angibt, die verhindern soll, dass bei Stromausfall oder Batterieende die Datei nicht verloren geht. Das ist bei Rekorder auch so, jedoch ohne als Feature angepriesen zu werden.
Gespeichert wird wie gewohnt auf SD/SDHC-Karten mit bis zu 32 GB. Die Abdeckung der SD-Karte war beim H2 ja leider eine Schwachstelle, die bei den meisten nur wenige Tage gehalten hat. Hier hat der H2n zwar keine ganz so edle Lösung wie das Olympus LS-3, aber immerhin eine aus weichem Kunststoff, der so wirkt als würde er deutlich länger seiner Aufgabe korrekt nachkommen.

Aufnahmequalität
Spannend ist natürlich, welche Aufnahmequalität letztlich "hinten raus kommt". Beim H2n sind wir dahingehend richtig begeistert. Er liefert tolle Aufnahmen. Nachvollziehbar an den Testaufnahmen weiter unten.
Das H2 hat uns ja in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Rekordern nicht mehr so gut gefallen. Vor allem fehlten uns eine gute Darstellung der Höhen und damit einhergehend ein nicht so guter Raumeindruck und zum Teil das Fehlen feiner Nuancen (siehe und höre in unseren Vergleichstests). Und es brauchte teilweise über 10 Sekunden, um zu starten. das geht mit dem H2n jetzt in knapp 3 Sekunden (bei einer 8GB Karte). Die ersten Probeaufnahmen haben am 30.08. Kollegen aus Amerika erstellt, leider ohne einen echten Vergleich zu anderen Geräten herzustellen. Das haben wir gleich nachgeholt.
Erwartbar nimmt das Zoom H2n wahlweise in WAV von 44 KHz 16bit bis 96 Khz 24 bit oder MP3 von 48 bis 320 Kbps auf. Eine direkte Mono-Aufnahme-Einstellung gibt es nicht, man kann aber die MS Einstellung so verändern, das man in Mono aufnimmt. Das H2n hat einen Limiter und Compressor an und natürlich lässt sich das H2n auch wieder als USB-Mikrofon nutzen.

Kontrovers wurde über die Anzahl der Mikrofone diskutiert und informiert. Einige sagten es sind 4 Mikrofone, andere sagten 5 - unsere Information lautet jetzt: 4 Mikrofone mit insgesamt 5 Mikrofonkapseln. Dies ermöglicht umfangreiche Mikrofoneinstellungen, die sich beim H2n über ein kleines Rädchen an der Oberseite einstellen lassen: MS (mid-side-stereo) mit Kugelcharakteristik, XY, 2 CH und 4 CH, bei letzterer werden zwei getrennte WAV-Dateien angelegt. Das Rädchen selbst ist etwas schwer, am besten mit dem Daumen zu drehen und signalisiert via Lämpchen die entsprechende Wahl. X/Y- und Surround-Aufnahmen mit wahlweise zwei oder vier Kanälen waren auch schon mit dem H2 möglich. Neu ist nun im H2n ein sogenanntes Mid-Side Recording. Hier kommen das unidirektionale Mittenmikrofon und die bidirektionalen Seitenmikros gleichzeitig zum Einsatz. Im Menü des H2n lässt sich die Aussteuerung der Seitenmikros anpassen und so die Charakteristik der Stereobreite verändern. Wenn man im unkomprimierten PCM-Modus aufzeichnet, geht das auch im Nachhinein.
Testaufnahmen
Wer der Wahl hat hat die Qual. Welche Mikrofoneinstellung bewirkt was uns welche nehme ich für meine Aufnahme? Wir haben hier die gleiche Situation (Verkehr auf der Autobahn) mit verschiedenen Mikrofoncharakteristika aufgenommen.
MS (Mid-Side)
Die Schnittmenge zwischen linkem und rechtem Kanal wird besonders hervorgehoben. Das Ergebnis: Man erhält Aufnahmen, die besonders das Zentrum betonen. Vorteilhaft ist dies zum Beispiel für Reportagen, eher ungeeignet, wenn einzelne Geräuschquellen differenziert dargestellt werden sollen. In der Probeaufnahme deutlich hörbar: Die Autos links und rechts sind sehr weit weg links und recht, zentral ist das Grundbrummen des Verkehrs.
XY (Mikrofone im 90-Grad Winkel zueinander)
Die Mikrofoncharakteristik für deutliche Stereo-Verortung. Hier kann man die Position einzelner Autos sehr gut von links nach rechts nachvollziehen.
2CH
Unter dieser Einstellung werden Mikrofone des H2n gemeinsam für eine Stereo-Aufnahme genutzt. Im Ergebnis ergibt dies ein sehr detailiertes Stereo-Bild mit einer tollen Raumtiefe.
Vergleichsaufnahmen
Bei einem Preis von 199 Euro lassen wir das H2n in einem ersten Vergleich gegen unsere aktuelle Preis-Leistungs-Empfehlung Olympus LS-5 antreten. Hier einige Situationen zur Einschätzung der Klangcharakteristik der beiden Geräte:
Bürogespräch
(download)
Zoom H2n (2CH)
(download)
Olympus LS-5
Hier kann das Zoom H2n die Stärken seines 2CH-Modus voll ausspielen. Beide Gesprächspartner klingen beim H2n sehr nah "am Geschehen", man kann die Position sogar klar zwischen "vorne" und "hinten" differenzieren. Das LS-5 wirkt hier eher weiter weg.
Ampelsignal
(download)
Zoom H2n (2CH)
(download)
Olympus LS-5
Das Zoom H2n liefert eine detailreiche Aufnahme mit recht bassigem Timbre. Hier klingt das LS-5 für unser Empfinden weicher und ausgeglichener. Aber: Der Wind den man auf dem LS-5 hört kann der Aufnahme des H2n nichts anhaben. Das ist ein deutliches Plus des H2n in Punkto Windempfindlichkeit.
Grillen
(download)
Zoom H2n (2CH)
(download)
Olympus LS-5
Das Zoom H2n liefert eine schöne Aufnahme mit weitem Raumeindruck. Bei der präzien Abbildung der Grillen kann das LS-5 jedoch Trumpfen. Das Zirpen wirkt hier deutlich differenzierter. Am Anfang der Aufnahme hörbar: Griffgeräusche am H2n. Diesbezüglich ist das Gerät recht empfindlich.
Klanggarten auf der Bundesgartenschau 2011
(download)
Zoom H2n (2CH)
(download)
Olympus LS-5
Hier können die Rekorder sich in Punkto Raumweite beweisen.
Regen
(download)
Zoom H2n (XY)
(download)
Olympus LS-5
Regenaufnahmen eignen sich wunderbar, um zu prüfen, wie differenziert ein Rekorder zwischen dem allgemeinen Regenrauschen/-plätschern und den einzelnen Tropfen differnzieren kann. Achten Sie auf die einzelnen Tropfen im Vordergrund.
Weitere Funktionen
Der Zoom H2n zeichnet sich durch einen spannenden Funktionsumfang aus: ein Tiefpassfilter, Kompressor/Limiter, Auto-Gain, Pre-Rec, Auto-Rec, Tuner, Metronom, variable Abspielgeschwindigkeit, Key-Control, A-B-Wiederholung, Dateisplittung, Normalisierung, MP3-Post-Encodierung, Marker und Surround-Mixer. Endlich: Es gibt einen integrierten Lautsprecher (allerdings wirklich leise), den man beim Vorgänger noch vermisst hatte.
Fazit
Respekt! Das H2n liefert einen sehr tollen Klang. Dass H2n ist ein sehr ansprechendes und empfehlenswertes Aufnahmegerät, dass den Vergleich zu anderen nicht zu scheuen braucht. Vor allem die 2CH Aufnahme wirkt natürlich und differenziert mit tollem Raumgefühl.
Die Bauform des H2n sehen wir im Team kontrovers hier stehen sich Einschätzungen von "klobig/unhandlich" und "schön stabil" gegenüber. Wer ähnliche Aufnahmequalität in kompakterer Hülle sucht, sollte sich das etwa preisgleiche Olympus LS-5/LS-3 anschauen.

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Weitere Produktinformationen
Webseite des amerikanischen Vertriebs mit vielen Bildern vom Gerät: http://www.samsontech.com/products/productpage.cfm?prodID=2080





Sieht auf den Bildern echt gut aus! Insbesondere das Rumspielen mit XY und MS verspricht schon einiges.
Ich muss an dieser Stelle positiv anmerken, dass Audiotranskription mal wieder sehr sachlich Bericht erstattet. Auf der Seite von Samsontech ist (fälschlicher Weise?) von 5 Mikrofonkapseln die Rede, was viele Vorberichtler dazu verleitet hat, den H2n als Rekorder mit 5 Mikrofonen anzukündigen. Für XY und MS braucht man jeweils zwei Mikros (bzw. Kapseln). Auch wenn je nach Bauweise mehr als eine Membran in einer Kapsel verbaut sein kann, gilt immer noch 2+2=4.
Ich denke, der H2N verfügt doch über 5 Mikrofonkapseln, denn MS-Aufnahmen erfordern 3 Mikrofone, hierzu gesellen sich noch zwei Steromikrofone auf der Rückseite für 4-CH-Aufnahmen, dh. 3 + 2 = 5.
Lassen wir uns nach der Markteinführung einfach überraschen...
Gruß...
...Gast
Vielleicht hätte ich schreiben sollen, dass ich auf der Suche nach dem ominösen fünften Mikro bereits aktiv war und unter anderem Samsontech gefragt hatte (Soundservice auch, aber die haben nicht geantwortet). Samson hat mich nach einem kläglichen Erklärunsversuch auf mein Nachhaken hin direkt an Zoom verwiesen, die mir bestätigten, dass der H2n 4 Mikros hat. Was ja technisch auch absolut Sinn macht.
Ich vermute, dass eine Marketing-Agentur das beim Erstellen der Brochuren verbockt hat.
Kurzer Hintergrund:
Üblicherweise werden für MS Aufnahmen zwei Mikros verwendet. Das (eine!) Seitenmikro hat dabei Achtercharakteristik. Im Englischen wird für die Acht neben "figure 8" auch der Begriff "bi-directional" genutzt - letzteres kann man natürlich sehr leicht missverstehen.
Die Begründung von Zoom, warum sie mit 5 Mikros an die Öffentlichkeit gegangen seien, war allerdings absurd. Aber was sollen sie auch sagen.
"The H2n has 2 microphones for Mid-Side microphones. As you say, there is 1 omni-directional mic and 1 bi-directional mic. Because the people who understand the bi-directional mic are little, we wrote the 5 mics as a specifications. It is easy to understand that bi-directional mic has 2 mics about the the general people. Because the general people imagine the 2 about the bi-directional. Therefore, they are 4 mics in reality."
Ich werde jedenfalls meinen H2n nicht solange zerlegen bis ich das fünfte Mikro gefunden habe:-)
Was für eine brisante Nachricht! Hat Zoom 5 geschrieben und nur 4 verbaut?
Ich habe gleich bei den entsprechenden Technikern von Soundservice angerufen und von diesem folgende Antwort bekommen: 5 Mikrofonkapseln verteilt auf 4 Mikrofone. Die Antwort von Zoom war also technisch richtig und trotzdem sind es 5. Eines der 4 Mikrofone hat eine Acht als Charakteristik und dafür benötigt es 2 Kapseln damit man das erzeugen kann. Im Gerät selbst werden also die Signale von 5 Kapseln ausge- und verwertet, letzlich sind aber 4 eigenständige Mikrofone vorhanden :-) Beim Zerlegen müsste man also 5 Kapseln finden die zu insgesamt 4 Einheiten verbaut sind (ich glaube wir zerlegen wirklich mal eines, wenn die bei uns sind). Ich hoffe etwas Licht gebracht zu haben.
.. to be continued
Ah, das ist doch interessant zu hören! Dann nehme ich meine Kritik gegenüber jener Marketing-Agentur zurück:-)
Hab gerade gelesen, dass es sogar verbreitet ist, eine Acht über zwei um 180° gedrehte entgegengesetzt gepolte Nieren zu generieren, da sich die jeweiligen Kugelanteile gegenseitig auslöschen und die Achter-Anteile addieren. Da ist also die eine Kapseln versteckt!
Wobei diese Art verglichen mit den aus einer einzigen Kapsel produzierten Achten nicht unbedingt ein technisches Highlight darstellt. Aber jetzt wo ich darüber nachdenke ist es natürlich gar nicht blöd, eben diese extra Kapsel auszuloben.
Würde mich jedenfalls freuen, wenn Audiotranskription mal so ein Teil zerlegt, um sämtlichen Spekulationen ein Ende zu bereiten!
So oder so: Der Zoom H2n ist ein sehr interessantes Produkt!
Hier ein Link zu einem ersten (privaten) Test des H2N:
http://www.drivebyhighfive.net/2011/08/26/a-new-audio-toy-reviewing-the-...
Was man hier zu hören bekommt, inklusive externem Mikrofon, macht neugierig auf den ersten Test des Audiotrankriptions-Teams und die Bestätigung, dass ZOOM mit dem H2N ein wirklich "guter Wurf" gelungen ist.
Lassen wir uns überraschen....
Hallo Anonymous,
das sind wirklich interessante Probeaufnahmen die sich dort finden. leider hat man keinen direkten Vergleich und so kann man noch nicht genau einschätzen, wie sich das H2n im Verhältnis schlägt. Ich bin aber selbst sehr gespannt darauf, das auszuprobieren. Aktuell steht leider immer noch Ende Oktober als Auslieferungstermin an.
Vg
Thorsten Dresing
Kann man im 4-Kanal-Modus beim H2n die eingebauten Stereo-Mikrofone + externe Stereomikros benutzen (wie beim H4n), oder geht 4-Kanal nur mit den eingebauten Mikros?
Hallo Anonymus,
lt. Bedienungsanleitung im 4-Kanal-Modus die internen XY und MS Mikrofone gemischt.
An anderer Stellle steht, dass externe Mics Statt der internen XY genutzt werden.
Spricht also dafür, dass sowohl interne (M/S) als auch externe Mikros gleichzeitig genutzt werden können.
Hallo Anonymus,
lt. Bedienungsanleitung im 4-Kanal-Modus die internen XY und MS Mikrofone gemischt.
An anderer Stellle steht, dass externe Mics Statt der internen XY genutzt werden.
Spricht also dafür, dass sowohl interne (M/S) als auch externe Mikros gleichzeitig genutzt werden können.
Über Verarbeitung und Bedienung wurde hier ja bereits ausführlich geschrieben, vielen Dank einmal mehr an das unermüdliche Team von Audiotranskription!!
Ich habe das Gerät diese Woche ebenfalls bereits ausgiebig in verschiedenen Konzertumgebungen testen können.
Für mich war vorallem relevant, wie sich das Gerät bei Live Musik verhält, da ich weder Podcasts, Interviews oder Field Aufnahmen mache.
Schnell machte sich (bei unbestrittenem guten und sehr detailreichem Klang!!) jedoch die Ernüchterung breit. Mit Schallpegeln wie sie bereits bei einem mäßig lautem Jazzkonzert (kleiner Club) völlig normal sind, kommt der Zoom H2N nicht klar. Bereits bei einem Mic Gain von 1 blinkte die LED in kurzen Abständen und wies auf massive Übersteuerung hin. Bei einem Pegel von 0,5 erst konnte eine Übersteuerung verhindert werde, aber immer noch voller Pegelausschlag fast bis 0db.
Ein weiteres (Rock) Konzert mit Beschallungaanlage war dann der Tod für das Gerät. Ich hatte den Mic Gain vielleicht 2mm über "0" gedreht um einen verzerrungsfreihen Eingangspegel zu erreichen.
(Limiter nutze ich übrigens nie, die gehen oft zu Lasten der Klangqualität und habe meisst auch nicht den gewünschten durchenden Effekt) und sind bei vielen Geräten bei niedrigerer manuellen Aussteuerng auch nicht nötig.
Hier hatte der Vorgänger Zoom H2 überhaupt keine Probleme (Pegel 88-95 war immer ein guter Richtwert, selbst bei lautesten Rockkonzerten)
Schade, m.E. speziell für Musikaufnahmen nur im Solo oder Akustikbereich oder Homerecording geeignet.
Unter gleichen Bedingungen habe ich bereits den ZOOM H1, ZOOM H2, Olympus LS 5, Sony PCM M10, Edirol R05 und Yamaha Pocketrack W24 und Roland R-05 getestet. Alle Geräte konnten mit Schallpegeln dieser Art vernünftig umgehen.
Gibt es vielleicht eine Einstellung (Mic-Empfindlichkeit) die ich übersehen haben sollte?? Ich habe nichts dergleichen finden können.
Zur Bedienung:
- Wippschalter zum Einstellen des Menü's sehr fummelig und anstrengend in der Bedienung. Da hat mir das alte Steuerkreuz mit Drucktasten bedeutend besser gefallen.
- Aufnahmeknopf am unteren Teil des Gehäuses integriert. Finde ich sehr ungünstig, weil mir 2 x passiert ist, dass während der Aufnahe ausversehen durch Halten/Abstellen des Gerätes dieser untere Gehäuseteil berührt wurde und dadurch die Aufnahme gestoppt wurde. Da hilft nur die "Hold" Taste immer sofort einzuschalten.
- Play Funktion recht unübersichtlich und ohne Anzeige der Titellänge (oder ich habe ein falsche Einstellung?)
Zum Sound:
sehr klar, deteilreich, ausgewogen und dennoch ein runder warmer Klang!! Bedeutend besser als beim Zoom H2!
Mein Fazit:
sehr schönes Gerät und wie oben schon erwähnt ein wirklich gelungener und würdiger Nachfolger, solange damit keine lauten Schallquellen aufgezeichnet werden sollen. An die neue Bedienung kann man sich sicherlich gewöhnen.
Hallo Torsten, schöne Erweiterung unseres Tests, danke für die Einschätzungen. Nach unserer ersten Recherche haben wir auch andere Menschen gefunden, die die Erfahrung gemacht haben. Der Hinweis des Herstellers lautet: In lauten Situationen auf XY schalten und Gerät von der Schallquelle wegdrehen. Wir werden das prüfen.
Viele Grüße
Thorsten
Vielen Dank für die Antwort, das ist natürlich ein interessanter Aspekt den ich sicherlich bei nächster Gelegenheit testen werden (d.h. also das Gerät im XY Aufnahmemodus genau anders herum, also nicht zur Schallquelle sondern zum Körper zugewandt aufnehmen??)
Ich hatte gestern noch einmal die Gelegenheit ein Konzert (mit Genehmigung der Band) zusammen mit 2 Vergleichsgeräten unter denselben Rahmenbedingungen mitzuschneiden, was leider mein oben beschriebenes Problem nochmals recht deutlich bestätigte.
Gewählt hatte ich in Mikrofonempfindlichkeit und Mic-Gain ähnlich konstruierte Geräte, nämlich den Olympus LS-5 und den Sony PCM D-50. Beide Geräte haben ebenfalls sehr empfindliche Mikrofone.
Ich habe alle 3 Geräte in einer Linie parallel nebeneinandergestellt. Aufgenommen wurde ein Jazzkonzert im kleinen Club ca. 3 Meter von der Bühne entfernt. Interessant für die Messungen war dabei die lauteste und kritischste Stelle - ein Schlagzeugsolo. Da alle 3 Geräte über ein manuelles Stellrad verfügen (die von Stufe 1-10 regelbar sind), konnte eine relativ gute und grobe Vergleichbarkeit hergestellt werden.
ZOOM H2N (XY Stereo Modus) – max. Pegel ca. bei noch 0.4 (ab 0.5 nicht mehr verzerrungsfrei)
Sony PCM D-50 (XY Stereo Modus) – max Pegel ca. 2,3 - 2,6 (ab ca. 2.7 nicht mehr verzerrungsfrei)
Olympus LS 05 - max Pegel ca. 2,2 - 2,4 (ab ca. 2.5 nicht mehr verzerrungsfrei)
Die beiden letzten Geräte lassen damit also auch bei deutlich lauteren Konzerten oder On-Stage Mitschnitten mit den internen Mikros noch genügend Spielräume, der ZOOM H2N ist bereits am Limit und lässt damit kaum noch Handlungsspielräume um eine verzerrungsfreie Aufnahme zu gewährleisten. In wie weit der nun auch beim Zoom H2N angebotene Limiter Abhilfe schafft, kann ich noch nicht beurteilen, da diese oft Nebeneffekte haben und unter vorliegenden Aufnahmebedingungen wohl ohnehin permanent am „pumpen“ ist, was sicherlich nicht Zweck der Sache sein kann. Er sollte ja nur im Bedarfsfall korrigierende Wirkung haben und keinen Dauereinsatz darstellen.
Wahlweise nutze ich übrigens auch externe DPA 4061 und Mikros des US Herstellers Church Cards und Neumanns, dass Zusammenspiel mit dem ZOOM H2N habe ich allerdings noch nicht testen können. Gern kann ich die Ergebnisse (insbesondere auch Rauschverhalten, Aussteuerung) bei Interesse zu gegebenen Zeitpunkt noch einmal mitteilen.
hallo,
könnt ihr was zum grundrauschen des H2n sagen ? z.b. im vergleich zum alten hörtest sieger tascam dr-2d?
tolle seite, toller service, danke für alles.
Nein, dazu wollen wir den nächsten echten Vergleichstest abwarten, bei dem auch der neue Tascam DR-40 mit getestet wird. Der erster Eindruck ist gut, aber wir wollen uns lieber auf einen exakten Hörvergleich verlassen. Sobald das DR-40 bei uns ist, legen wir damit los.
Hallo Audiotranskriptions-Team,
vorab besten Dank für eure informativen Seiten und den aktuellen Testbericht zum neuen Zoom H2N.
Meiner Meinung nach hat sich aber dort an einigen Stellen der "Fehlerteufel" eingeschlichen:
"Die Playtaste des H2n ist programmierbar, um bei der Aufnahme Marken setzen zu können oder einfach zu pausieren."
Das Pausieren funktioniert nur mit gleichzeitigem Markieren, eine Pause ohne Markierung am Gerät selbst gibt es wohl nicht.(Handbuch S.77). Eine echte "Pause-Taste" existiert leider nur auf der optionalen Fernbedienung.
"Im Gegenzug bietet das H2n nun aber auch einen Limiter und Compressor an, die man beim H2 vergeblich suchte."
Auch das Zoom H2 hatte bereits Limiter und Kompressor an Bord und zwar exakt die beim H2N beschriebenen.
"ein dreistufig anpassbarer Tiefpassfilter"
Dieses Filter ist nur ein- oder ausschaltbar (Handbuch S.66) und verfügt nicht über mehrere Stufen.
Vielleicht sollten diese Punkte nach Überprüfung der Richtigkeit im Testbericht korrigiert werden?
Zusatzinfo zur Problematik hoher Schalldruckpegel:
Zoom gibt im Handbuch auf S.88 unter "Technische Daten" maximal zulässige Schalldruckpegel an. Diese dürften für die meisten Aufnahme-Aufgaben ausreichen, nicht aber für Live-Konzerte! Dies kann man leicht feststellen, indem man die Aussteuerung auf "0" dreht und sich dennoch die Balkenanzeigen (Achtung: Aussteuerung im Digital-Teil nach A/D-Wandler) bewegen oder, genügend Lautstärke vorausgesetzt, die Mikro-LED´s anfangen zu blinken, was einer Übersteuerung im Analogteil des Rekorders entspricht. Die gesamten Limiter- und Kompressor-Einstellungen wirken, wie beim H2 ebenfalls, nur im Digital-Teil, d.h. ist eine Aufnahme auf der analogen Seite erst übersteuert, kann das nachträglich nicht mehr korrigiert werden, die Aufnahme ist dann, zumindest stückweise, nicht mehr zu retten.
Grüße
Gast
Ich hätte da mal eine Frage: könnte man einige zusätzliche Testaufnahmen sowohl mit H2 als auch H2N machen und diese dann noch gegeneinander antreten lassen? Ich nutze seit drei Jahren den Zoom H2 und bin bislang sehr zufrieden damit gewesen. Jetzt aber frage ich mich, ob es sich lohnt, wenn ich schon einen H2 habe, den H2N zusätzlich noch dazu zu kaufen. Weiters frage ich mich, ob der H2N für Blinde ohneweiteres noch zu händeln ist. Ich bin selbst blind, und da ich außer aufnehmen und abspielen mit dem H2 bislang nichts anderes gemacht habe, muss ich sagen, war ich bis dato immer sehr zufrieden. Aber wie ist die Bedienbarkeit des H2N für nicht Sehende? Soviel einmal von mir, mlg Patrick Zündel
@Zündel
Vergleichsaufnahmen vom H2 und H2n machen wi rnicht mehr. Bitte nutzen sie für die Eindrücke den vergleich H2 zum LS aus unseren großen Vergleichstests oder dem LS-10/H2 Direktvergleich. Aus dieser Information können sie den LS gut einschätzen, den wir oben ja mit dem H2n verglichen haben.
Blinde können mit dem H2n gut arbeiten, wir haben selbst einen blinden Mitarbeiter, der sich das Gerät gut selbst zu eigen machen konnte.
Viele Grüße
Thorsten
@Gast
Danke für die Fehlerhinweise, sind behoben!
Vg
Thorsten
Vielen Dank für die rasche Antwort. Würdet ihr mir den H2N eher ans Herz legen als noch den H2? Eine weitere Frage dazu hätte ich auch noch? =) Zu Beginn des Testberichts wurde kurz eine nicht (richtig) vorhandene Line-in-Funktion angesprochen. Was hat es damit genau auf sich? Heißt das, es wurde nur noch ein Eingang verbaut, der sowohl für externe Mikrofone als auch für Line-in-Kabel herhalten muss oder funktioniert die Line-in-Funktion bisher einfach noch nicht richtig?
Hallo Patrick Zündel,
der H2n ist im Vergleich zum H2 wirklich fundamental Verbessert worden. Sowohl in Bedienung als auch in der Aufnahmequalität (deutlich klarer und detailierter)
Der Line-In eingang ist kombiniert mit dem Mikrofoneingang. Das bedeutet: Wenn man ein verstärktes Signal z.B. vom Mischpult einschleusen möchte muss man dieses sehr vorsichtig niedrig auspegeln, da es ansonsten übersteuert.
"...
Erwartbar nimmt das Zoom H2n wahlweise in WAV von 44 Bit 16 Khz bis 96 Bit 24 Khz..."
seit ihr da sicher ? :-) ich fände 96bit und 48Khz gut :-)
Hallo pintie,
danke für den Hinweis! Ist korrigiert.
Ich hatte den alten H2 und schließe mich an,dass er schwächelte.Der Nachfolger ist für mich sehr interessant.Was ich allerdings sehr schade finde,ist es,dass man wie bei seinem Vorgänger und auch bei einigen andern Herstellern es mit dem Line In nicht sehr wörtlich nimmt.Ich nutze diese kleinen Geräte auch im Bereich Hifi um manche Aufnahmen zu verbessern und ich nutze sie als Nachfolger für meine MD Recorder.Warum man dann also keinen echten Line Pegel anschließen kann,ist mir ein Rätsel.Es wäre doch gut,wenn man das noch ändern könnte.Dann wäre das Gerät auch für mich als Hifi Freund das ideale.
Kann es eventuell sein, dass man die Line-In-Funktion erst im Menü umstellen muss? Ich kenne da einige Recorder, bei denen man im Menü zwischen externem Mikrofon und Line-In wählen kann. Ist dies hier beim H2N auch der Fall oder muss wirklich diese eine Buchse für zwei Funktionen herhalten, ohne dass man dies im Menü anpassen kann?
Hallo Herr Zündel,
der Eingang des H2n ist nicht umschaltbar, d.h. die Buchse muss in der Tat für beide Eingänge herhalten.
hallo,
das h2n hat ja soweit ich mitbekommen habe eine funktion zum verändern der geschwindigkeit von Liedern/aufnahmen (-50% - +16% ???) und eine funktion zum ändern der tonhöhe (+/- 6 ht-schritte???)....stimmt das soweit???
...und wenn ja bietet das olympus ls-5 auch diese features...;)...und macht hier weiter so echt klasse, gibt kaum vergleichbares im internet und preis im shop stimmt auch...
Na schön, dann bleib ich vorerst doch noch beim H2. Schade eigentlich, alles andere hat sich eigentlich recht vielversprechend angehört, aber leider sind zwei getrennte Eingänge für die jeweiligen Funktionen etwas, worauf ich persönlich - zum Teil für meine Arbeit, zum Teil für private Nutzungszwecke - wert lege, und da das neue Gerät diese Erwartung nicht erfüllt, fällt es daher schon mal bei mir durch. Wie gesagt: schade drum, ansonsten hätte wirklich alles andere vielversprechend geklungen.
Kann das h2n Tonhöhe und Geschwindigkeit von Liedern / aufnahmen verändern???und wie sieht es da mit dem ls-5 aus???
Das LS-3 kann die Geschwindigkeit ändern ohne das sich die Tonhöhe ändert. Das LS-5 kann das leider nicht.
Ich bin beeindruckt von Eurer Website, auf der eine derartige Fülle von Informationen zu finden ist, wie ich das bislang noch bei keinem anderen Anbieter gefunden habe.
Nach stundenlanger Lektüre scheint mir der H2N meinen Zwecken am meisten zu entsprechen, dennoch hätte ich gerne noch einen Vorschlag der Experten, bevor ich den Nachfolger meines Sony-Minidisc-Recorders MZ-RH910 (mit dem ich in vieler Hinsicht nicht zufrieden war) bestelle:
Ich spiele in einer mittelgroßen Kirche mit nicht allzuviel Hall an einer mittelgroßen, eher obertönig intonierten Orgel, und zwar meistens abends/nachts. Für Kontrollaufnahmen bräuchte ich deshalb einen Rekorder mit beleuchtetem Display, der einen großen, wenn auch nicht extremen, Frequenz- und Dynamikbereich verträgt. (Ein Traum wäre eine Funkfernbedienung, um zwischen den Stücken Markierungen setzen zu können, damit das Schneiden der Stücke hinterher einfacher wird - das war beim Sony ein ewiges Gefummel -, aber das bleibt wohl ein Traum...)
Und das Ganze sollte natürlich nicht zu viel kosten: der Etat gibt so 200,- bis 250.- EUR her. Was schlagen die Experten da vor?
Hallo Herr Baumgartner,
auf jeden Fall ist das H2n eines der Geräte, die sie ins Auge fassen sollten. Zudem empfinden wir das LS-5 als sehr geeignet (und besser verarbeitet). Für dieses gibt es auch eine drahtlose Fernbedienung, allerdings kann man über diese keine Indexmarken setzen.
VG
Thorsten Dresing
Hallo,
wirklich sehr ausführliche Tests. Wir suchen für unseren Bandraum ca. 70 m2 (Blues-Rock)ein Aufnahmegerät, ich habe oben nachgelesen dass das H2n bei lautem input zu übersteuern neigt, was bei uns natürlich zutrifft. Eigentlich traf ich nach diversen Recherchen die wahl auf H2n oder den Tascam DR-40 . Welches Gerät empfehlt Ihr für diesen einsatz?
gruss rolf Coray
Hallo Rolf,
die Geräte von Olympus sind leichter in lauten Umgebungen auszusteuern. Also: LS-5 mal anhören und -schauen! Das DR-40 lohnt nur dann, wenn du XLR Mikros anschliessen möchtest.
VG
Thorsten
Hallo,
Ich hatte mich prinzipiell bereits für den Kauf des H2n entschieden, jedoch macht mich der Kommentar von Herrn Coray stutzig. Lohnt es sich, anstelle des H2n ein Roland R-05 zu kaufen? Beide bewegen sich in der gleichen Preiskategorie, das H2n hat halt nur die vielen Möglichkeiten, welche Mikrofone man nutzt.
Gruß Max
Hi Max,
den R-05 haben wir nicht getestet und können daher nichts seriöses dazu sagen. Bitte die Probeaufnahmen unseres Vergleichgstests 2011 anhören (mit Kopfhörer), da hast du alle Geräte in der gleichen Situation (bis eben auf den korg und den Roland R-05). Ich würde empfehlen auch nochmal das LS-5 anzuhören!
Vg
Thorsten
Hallo,
in welchen Modi kann man mit einem externen Micro arbeiten? Können interne und ein externes Micro gleichzeitig genutzt bzw. kombiniert werden?
Leonard
Hallo Leonard,
leider kann man nicht gleichzeitig interne und externe nutzen. Gibt also quasi nur einen Modus.
Vg
Thorsten
Hallo!
Ich möchte das H2n vor allem für Sprachaufnahmen, z.B. zur Hörspielproduktion nutzen. Ist dieses Gerät vor allem im Bezug auf Eigenrauschen geeignet? Möchte mir kein richtiges Mikro zulegen, da ich räumlich unabhängig sein möchte.
Michael
Hallo!
Kann man mit dem Line-IN-Eingang auch Aufnahmen aus dem Radio machen? Ich würde gern meinen Tuner über die Stereo-Anlage daran anschließen, um Aufnahmen zu machen. Geht das ohne Probleme?
Vg
Horst
Hallo Horst, grundsätzlich geht das ganz gut, etwas sicherer sind die Ergebnisse, wenn der Rekorder 2 verschiedenen Eingänge (also Mic und gesondert davon Line) hat, wie bspw. das LS-5. Hier ist die Wahrscheinlichkeit von übersteuerten Aufnahmen deutlich geringer.
VG
Thorsten
Hallo
Habe den H2n schon ein paar mal getestet und bin mit dem gesamt Eindruck zufrieden.
Mir ist aber aufgefallen, dass das Gerät Probleme hat eine SDHC 32GB zu lesen. Wenn ich die Karte mit dem H2n formatiere funktioniert sie, aber wenn ich es wieder neustarte, heisst es wieder "no SD". Die SD-Karte wird bei anderen geräte ohne Problem gelesen und beschrieben.
Hatte jemand schon das gleiche Problem?
Gruss
Hallo,
ist es wirklich so, daß das Zoom H2N sich so schwer manuell aussteuern läßt? Wie gesagt würde ich es auch gern zum Mitschnitt von Radiosendungen über den Line-In-Eingang einschließen. Da die Soundqualität des H2N ja doch besser ist als die des Olympus LS-5 bin ich jetzt etwas unsicher, welches der beiden Geräte ich kaufen soll. Preislich sind sie ja so gut wie identisch inzwischen. Was empfehlt Ihr mir?
Den H2n vom Klang der eingebauten Mikrofone, den LS-5 von der Verarbeitung, dem Line-Eingang und der Aussteuerungsmöglichkeit. Bei Aufnahmen via Line-in ist kein Klangunterschied zwischen den beiden hörbar.
Viele Grüße
Tag zusammen! Hab jetzt mal ein paar Monate verstreichen lassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich den H2N mir nun doch nicht genauer anschauen werde und bei meinem H2-Gerät derweil noch verbleibe. Hab erst gestern wieder eine Kabarett-Aufnahme aus dem Grazer Theatercafé herausgekramt, die ich selbst mit dem H2 gemacht habe und die mich darin bestätigt habe, dass ich bisweilen ein Topgerät gehabt habe und immer noch habe. Des Weiteren ist der bereits vielmals angesprochene nicht vorhandene separate Line-in-Eingang beim H2N für mich persönlich ein absolutes No-Go. Einige Bekannte, die ebenfalls mit mobilen Recordern aufnehmen, sind ebenfalls meiner Meinung und greifen lieber zum H2 als zum H2N. Wäre nett, wenn man Zoom das weiterleiten könnte, dass einige von uns mit dieser rückschrittlichen Entwicklung nicht gerade zufrieden sind.
Hallo Patrick,
es freut mich, dass du nach wie vor zufrieden mit deiner Wahl bist. Das ist ja der Idealzustand und soll auch so bleiben! Vergleicht man aber identische Aufnahmen unterschiedlicher Geräte, so lässt sich eben leider, sehr deutlich hörbar, der Unterschied eines schlechteren H2 zu anderen Geräten feststellen (wie in den vielen Testvergleichen hier auf der Seite). Nach wie vor macht es brauchbare Aufnahmen, aber leider nicht bei Atmo (feine Nuancen sind im Vergleich nicht hörbar). Ich bleibe bei meiner Kritik: kurze Batterielaufzeit (no-go), einfache Verarbeitung des Plastikgehäuses mit vielen Defekten z.B. SDKlappe, rauschender, externer Mikrofoneingang uvm.. Das können andere für den gleichen Preis heute besser. Es bedeutet aber nicht zwingend, das man nun ein neues kaufen muss - nur würde ich eben keinem mehr empfehlen sich jetzt noch ein H2 zuzulegen. Lieber beim LS-5, H2n, R-05 nachschauen!
Mein Idealwunsch wäre: Die Tonqualität des H2n im Gehäuse eines LS-5 mit den Drehreglern und der Empfindlichkeit eines Sony D-50 bei der Größe eines R-05 - natürlich mit XLR :-)
Viele Grüße
Thorsten
Ein Update des H2N mit separatem Line-in wäre nett, aber ich glaube, da spielt Zoom momentan nicht mit. ;-)
Hallo!
Vielen Dank für Eure tollen Informationen. Ich lese und staune. Hauptsächlich spiele und nehme ich Jazz mit meiner Konzertgitarre auf, teils rein akustisch über Mikro, teils über Tonabnehmer+Mikro, die in meine Gitarre eingebaut worden sind.
Lest vielleicht auch mal den Kurztest von test.de 1/2012, dort werden dem Roland R-05 "ausgewogenste Klangeigenschaften" und "beste Bedienbarkeit" bescheinigt. Leider ist das aber nur ein Kurztest und Eure Zeilen auf jeden Fall Klartext.
Ich wollte mir eigentlich den Zoom H2n zulegen, nach allem, was ich jetzt gelesen habe, für Konzertgitarrensound dürfte da die Mikroqualität und die Aussteuerbarkeit bestens sein.
Der R-05 hat bei den Mikros eine "AB"-Ausrichtung. Wie soll ich das verstehen? Bei AB sind die Mikros eigentlich etwa 3-5m auseinandergestellt, bei XY (hat das H2n) sind die Mikros halt in einem Winkel von 90-120 Grad gespreizt.
Andere Frage: welche Software hat sich für Euch zum Nachbearbeiten bewährt? Ich arbeite mit audacity, es gibt aber ja noch z.B. Magix MusicStudio15 und - vielleicht ja viel besser - von Steinberg das geschrumpfte Wavelab LE7, das beim ZoomH2n mitgeliefert wird.
Viele Grüße!
Hallo Rolf,
unter der Bezeichnungen AB versteht man in der Tat eher eine parallele Positionierung im Abstand von 15-17cm,
die Bezeichnungen AB, XY, etc werden bei Mobilrekordern eher "tendenziös" benutzt. AB heisst also: Beide Mikrofone zeigen parallel nach vorne.
Als Software empfehle ich audacity. Ich konnte bisher keine großen Vorteile in MusicStudio oder Wavelab finden. Wenn das Projekt entsprechend groß ist, dann lohnt sich das mächtige Cubase.
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